Am Freitag

Tutzinger Gilde veranstaltet öffentlichen Volkstanz in Roncallihaus

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Zum öffentlichen Volkstanz lädt die Tutzinger Gilde am Freitag, den 17. Mai ins Roncallihaus. Unter der Leitung der Gilde-Tanzmeister Andrea und Georg Sigl werden einfache Volkstänze erklärt und vorgeführt – somit können auch Ungeübte mittanzen.

Tutzing - Kein Supertänzer? Das spricht überhaupt nicht gegen eine Teilnahme am Volkstanz, versichert Andrea Sigl. Zusammen mit ihrem Mann Georg Sigl leitet sie seit 1987 die Tanzgruppe der Tutzinger Gilde. Am Freitag organisiert das Paar gemeinsam mit vielen anderen Helfern des Heimat- und Volkstrachtenvereins etwas ganz Besonderes: einen öffentlichen Volkstanz im Tutzinger Roncallihaus.

Die Veranstalter würden sich über die Teilnahme möglichst vieler einheimischer Bürger freuen, ebenso über Gäste von auswärts. Für die passende musikalische Note sorgen die Bläser der Gilde und eine neugegründete Tanzlmusik. Einlass ist ab 19 Uhr, Beginn 20 Uhr. Karten gibt es im Vorverkauf bei Schreibwaren Stadler in der Greinwaldstraße für neun Euro und an der Abendkasse für zehn Euro je Person. Es gibt schmackhaftes Essen und Getränke, auch das Foyer des Roncallihauses wird bestuhlt.

Den bisher letzten Volkstanz gab es in Tutzing - abgesehen von einer Einlage bei der Kulturnacht im Oktober - vor vier Jahren, als die Gilde ihr 40-jähriges Bestehen feierte. Andrea und Georg Sigl leiten die Tanzgruppe bereits seit 1987. Sie haben diese Aufgabe damals von Christa und Peter Lederer übernommen, die die Gruppe seit der Wiedergründung der Gilde 1975 anlässlich der damaligen Fischerhochzeit aufgebaut hatten. Als Berater hatten sie damals die Münchner Volkstänzer Ruth Feiler sowie Franz und Gertrud Frischmann gewonnen. Christa Lederer leitet bis heute die sehr gefragte Kindertanzgruppe der Gilde. 

Jeder kann mitmachen - auch ohne Vorkenntnisse 

Bei den Volkstänzen gibt es ein reichhaltiges Angebot voller Abwechslungen aus den unterschiedlichsten Ländern. Da spannt sich der Bogen von alpenländischen Volkstänze aus Deutschland, Österreich und der Schweiz bis zu amerikanischen Tänzen und „Line Dances“. Es gibt recht komplizierte Tänze wie Niederboarischer Landler, Treffner, Zillertaler oder Reiftanz. Aber beim Volkstanz im Roncallihaus am Freitag müssen Laien keine Bedenken haben. Alle können ohne Vorkenntnisse mitmachen, versichert Andrea Sigl: „Wenn man Walzer und Polka kann, ist das eine Hilfe, aber das muss nicht unbedingt sein.“ Die leichteren Tänze bestehen nach ihren Angaben aus ein bis drei Figuren mit Schrittfolgen und Drehungen, die sich wiederholen. Schwierigeren und aufwändigeren Aufgaben stellt sich die Tanzgruppe der Gilde, die auch immer wieder für Auftritte engagiert wird. Da spannt sich der Bogen von internationalen Abenden der Tutzinger Missionsbenediktinerinnen, bei denen Schwestern aus aller Welt Vorführungen aus den jeweiligen Ländern mitbringen, über Veranstaltungen von Firmen und Hotels bis zur Oidn Wiesn, privaten Feiern, Besuchen in Tutzings französischen und ungarischen Partnergemeinden und Aufnahmen fürs ZDF-Sonntagskonzert vor der prächtigen See- und Bergkulisse.

Für viel Aufmerksamkeit gesorgt hat zum Beispiel ein Auftritt der Tanzgruppe beim Festabend der Partnerschaft mit den Gästen aus Balatonkenese im Herbst vorigen Jahres. Zu denen, die gleich schwungvoll mitgemacht haben, gehörten besonders die Besucher aus Ungarn, die ihrerseits mit musikalischen Vorführungen für Begeisterung ihrer Tutzinger Gastgeber gesorgt haben. Sogar bei einem Besuch des Landkreises Starnberg in Taiwan hat die Tanzgruppe der Tutzinger Gilde 2005 gemeinsam mit der Friedinger Blaskapelle ihr Können demonstriert. 

Man muss keine Tracht tragen

Derzeit zehn Paare der Tanzgruppe treffen sich regelmäßig im Roncallihaus. Erstmals seit zwei Jahrzehnten hat die Gilde seit Januar dieses Jahres auch wieder einen Volkstanzkurs veranstaltet. Ob so ein Angebot überhaupt auf Interesse stoßen würde, da waren sich die Initiatoren zunächst nicht sicher. Aber dann haben sich zehn Paare beteiligt. „Wir sind sehr zufrieden“, erzählt Andrea Sigl, „alle hatten ihren Spaß, und darauf kommt es an.“ Nicht zuletzt galt es auch als Ziel, den Bürgern ein wenig die Scheu zu nehmen. Denn immer wieder könne man Bedenken hören, die Gilde sei ein geschlossener Verein, da komme man nicht so einfach hinein. Tatsächlich mussten Interessenten für eine Mitgliedschaft früher mindestens seit zehn Jahren in Tutzing gewohnt haben. Aber diese Zeiten sind vorbei. Die Mitglieder müssen bei den Übungsstunden auch nicht unbedingt in Tracht kommen. Sie dürfen leger angezogen sein - wovon die meisten aber gar nicht Gebrauch machen. Einige der Kursteilnehmer zeigen sogar bereits Interesse, fest in der Tanzgruppe der Gilde mitzumachen.

Von Kreisbote

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