Freude über Finanzspritze

Übergabe eines Spendenschecks im Wert von 850 Euro: (v.l.) Josef Spindler und Eva-Maria Wisser von der HypoVereinsbank, F.W. Bäder, Karen Bauer, Irmgard Wachter, Dolores Jäger, Werner Odemer, Marianne Sogl und Burkhard Siewert. Foto: Kirner

Über eine Spende von 850 Euro freuten sich die Mitarbeiter der Herrschinger Tafel. Wie berichtet, werden in dem Haus an der Bahnhofstraße einmal pro Woche Lebensmittel an Bedürftige verteilt.

„Rund 20 Prozent aller Lebensmittel werden in Deutschland vernichtet. Nicht weil sie etwa verdorben sind, sondern weil sie den Lebensmittelbestimmungen, den EU-Verordnungen oder der Konsumentennachfrage nicht entsprechen“, heißt es auf der Homepage der Herrschinger Tafel. Mitarbeiter der Tafel holen bereits seit 2007 Lebensmittel, die nachweislich einwandfrei sind, von Supermärkten, Bäckereien oder Obst- und Gemüseläden ab und verteilen sie an bedürftige Bürger. Auf diese Weise werden laut Tafel-Mitbegründerin Karen Bauer 50 bis 60 Herrschinger Haushalte, die unter dem Existenzminimum leben, mit Gemüse, Obst, Brot, Nudeln, Joghurt und anderen Produkten versorgt. Das Engagement wurde nun durch die HypoVereinsbank mit einem Scheck über 850 Euro unterstützt. „Die Summe kam durch den Verkauf der neuen ec-Karten mit Herrsching-Motiv zusammen“, erklärte Filialleiter Josef Spindler. Die Bank hatte pro ausgegebener Karte zwei Euro in einen extra Spendentopf gelegt. Über die finanzielle Unterstützung freute sich Bauer. Zumal neben den laufenden Ausgaben wie Strom und Telefon auch unvorhergesehene Kosten anfallen. Kürzlich musste unter anderem ein neues Regal zur Lagerung von Nahrungsmitteln angeschafft werden. Außerdem wurden die Räumlichkeiten an der Bahnhofstraße 38 renoviert. „In wenigen Fällen werden auch schon mal Lebensmittel dazu gekauft“, erklärte Bauer. Zum Beispiel in der Weihnachtszeit, um allen Familien ein Freude zu machen. „Wir hatten einfach zu wenig Päckchen.“ Nicht zu vergessen, dass sozial schwächere Familien oft die Zuzahlungen für Medikamente und für den Zahnersatz nicht leisten können. „Selbstverständlich fragen wir die jeweiligen Spender, ob sie mit der Verwendung der Spende für diese Extras einverstanden sind.“ Weitere Informationen und das Spendenkonto der Herrschinger Tafel gibt es im Internet unter www.initiative-doit.de.

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