Freude über "Juwel in der Pflege"

Einweihungsfeier für das Ilse-Kubaschewski-Haus: Barbara Kieslich, Leiterin der „Fürsorge im Alter“ der Ilse-Kbaschewski-Stiftung, konnte rund 90 Festgäste begrüßen. Foto: Jaksch

Die Bewohner sind längst eingezogen - nun ist das Ilse-Kubaschewski-Haus an der Hanfelderstraße in Starnberg auch ganz offiziell eröffnet worden. Bei der Einweihungsfeier in der vergangenen Woche lobte die frühere Bundesfamilienministerin Ursula Lehr das Projekt wegen seiner Vorbildfunktion und wünschte ihm viele Nachahmer. Auch Landrat Karl Roth freute sich über „das Juwel in der Pflege und Begleitung älterer Menschen“.

Rund 90 Festgäste - darunter Vertreter der Politik, der Caritas sowie vielen anderen Institutionen, die im Bereich Pflege und Betreuung arbeiten - waren in die Schlossberghalle gekommen, um die Fertigstellung des neuen „Zentrums“ zu feiern. In dem Neubau sind neben dem Seniorentreff auch zwei Wohngruppen für Demenzkranke eingezogen sowie die Tagespflege. Außerdem haben in dem insgesamt 1.800 Quadratmeter großen Neubau auch die Ilse-Kubaschewski-Stiftung sowie der Verein „Seestern“ und die „ökumenische Nachbarschaftshilfe“ ihren Sitz. Benannt ist das Haus nach Ilse Kubaschewski. Die geborene Berlinern, die lange Jahre in einer feudalen Villa am Starnberger See wohnte und vor zehn Jahren verstarb, hatte 1949 die Gloria Filmverleih GmbH gegründet und in den folgenden Jahren Millionen mit dem Verleih und der Produktion von Filmen verdient. Da sie keine Nachkommen hatte, brachte sie ihr Vermögen in eine Stiftung ein. Die Ilse-Kubaschewski-Stiftung unterstützt sowohl in Not geratene Künstler wie auch humane Pflege im Alter. Die ist nun im Ilse-Kubaschewski-Haus möglich. Laut Armin Heil, Leiter der Ambulanten Krankenpflege können in den beiden Wohngemeinschaften jeweils sieben Menschen so selbstbestimmt wie möglich zusammen leben. Außerdem stehen zehn Tagespflegeplätze zur Verfügung (bereits 90-prozentige Auslastung). Stolz auf das neue „Zentrum“ zeigte sich nicht nur Bürgermeister Ferdinand Pfaffinger („dieses Haus findet auch über die Grenzen der Stadt große Beachtung“), sondern auch Hellmuth Schmid, Stiftungsvorsitzender der Ilse-Kubaschewski-Stiftung: „Heute ist ein großer Tag für die Stiftung“. Er bedankte sich für die wohlwollende Unterstützung von Stadt und Landkreis. Letzt genannter gab 163.000 Euro für die Tagespflege. Jeweils 45.000 Euro gingen an die ambulanten Wohngemeinschaften. Rund sechs Millionen Euro hat die Ilse-Kubaschewski-Stiftung in den Bau mit Tiefgarage investiert.

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