Die Freunde von Dinard : Angelika Galata mit deutsch-französischem Freundschaftspreis ausgezeichnet

"Extrem wertvoller Beitrag"

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Der deutsche Generalkonsul aus Marseille, Dr. Dr. Rolf Friedrich Krause (6.v.li) überreichte Angelika Galata (7. v.li.) im Beisein von Vorstandsmitgliedern und ihren Kindern den „Prix de l`amietie franco-allemande“ - darüber freuten sich auch (v.li.): Josef Pfister, Dr. Gertrud Kalb-Krause, Dr. Christian Galata und Schwester Isabel Galata sowie Bürgermeisterin Eva John, Sven Radtke, Günter Link, Monika Elsner und Christoph Dürrwanger.

Starnberg – Seit 26 Jahren ist sie treibender Motor der deutsch-französischen Städtepartnerschaft zwischen Starnberg und Dinard: Angelika Galata vom Verein „Die Freunde von Dinard“. Höchste Zeit ihr für dieses Engagement zu danken, fand der deutsche Generalkonsul aus Marseille, Dr. Dr. Rolf Friedrich Krause, und hatte seinen Vorschlag bei der Deutschen Botschaft in Paris eingereicht.

Weil vor einer Verleihung des Deutsch-Französischen Freundschaftspreises aber einige Fakten geprüft werden müssen, ohne das die zu Ehrende davon etwas mitbekommt, hatte der Generalkonsul konspirativ gearbeitet und heimlich Kontakt mit den Kindern der 65-jährigen Französischlehrerin aufgenommen. „Auf finsteren Wegen hat dann ihr Sohn den Lebenslauf übermittelt“, erzählte der Generalkonsul schmunzelnd beim Empfang im Hotel Vier Jahreszeiten. Die zweite Schwierigkeit von Sohn Dr. Christian Galata und Tochter Isabel war, ihre Mutter so zu informieren, dass sie sich nichts am Ehrungstermin vornimmt - ohne zu sagen, warum. Erst in allerletzter Minute wurde das Geheimnis gelüftet, um Angelika Galata die Chance zu geben, sich entsprechend zu kleiden. Bei seiner Würdigung sprach Generalkonsul von dem Nischendasein, dass viele Städtepartnerschaften zwischen Deutschland und Frankreich inzwischen führen. „Dass dies in Starnberg nicht zutrifft, ist der Verdienst von Angelika Galata“, so Dr. Dr. Rolf Friedrich Krause. Schließlich brauche es Menschen, die die deutsch-französische Partnerschaft leben. Als Beispiele nannte er die vielen Austauschprogramme sowie die Französische Woche.

Die so Gelobte gab den Dank weiter an ihre Vorstandsmitglieder, die ihr in Zeiten zur Seite gestanden haben, in der sie „geschwächelt habe“ - und auch an die Stadt Starnberg. „Bei allen drei Bürgermeistern in dieser Zeit hatte die Städtepartschnerschaft einen hohen Stellenwert“, so Galata. Immer seien genügend Mittel vorhanden gewesen, um Feste durch zu führen oder Delegationen nach Dinard reisen zu lassen. Auch in der französischen Partnerstadt seien alle Rathauschefs „immer pro“ Freundschaft mit Starnberg gewesen“. Wie die Liebe zu den Nachbarn im Westen das Familienleben der Galatas geprägt hat, verrieten ihre Kinder. Als Reaktion auf ganz alltäglichen Situationen antworteten sie gerne mit dem Spruch: „Mama, wir wissen, in Frankreich ist alles besser“.

Auch Starnbergs Bürgermeisterin Eva John freute sich über die Auszeichnung für „eine Bürgerin dieser Stadt“ und würdigte das Engagement von Angelika Galata als „extrem wertvollen Beitrag“ für die Städtepartnerschaft zwischen Starnberg und Dinard.

Von Andrea Jaksch

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