Freundlich im Ton, hart in der Sache: Die Stadt wechselt zum KDZ

Verkehr überwacht

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Läuft mit wachsamen Blick durch die Straßen Starnbergs: Marianne Börroth von der Verkehrsüberwachung KDZ.

Starnberg – Zugestellte Feuerwehrzufahrten, versperrte Rettungswege, blockierte Behindertenparkplätze oder einfach nur kein Parkticket gelöst: Seit Jahresbeginn liegt die kommunale Verkehrsüberwachung der Kreisstadt in den Händen des Tölzer Zweckverbands KDZ Oberland. Bürgermeisterin Eva John stellte die Personen hinter dem „Kommunalen Dienstleistungszentrum“ vor und erklärte den Wechsel.

Per Stadtratsbeschluss vom vergangenen Oktober und mit Starttermin 1. Januar werden der ruhende wie auch der fließende Verkehr, die Leinenpflicht für Hunde und weitere Aufgaben wie etwa Lärmbelästigungen von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des KDZ überwacht, beziehungsweise geahndet. Den Wechsel begründete Rathauschefin John mit der hohen Kompetenz der KDZ-Mitarbeiterinnen und -mitarbeiter, der professionellen Ausbildung dieser, vor allem in der Rechtsklärung und Menschenkenntnis. „Der Stadt war vor allem der Umgang mit den Bürgern wichtig“, betonte John. Der Ton müsse passen, auch bei Leuten die gegen Regeln und Vorschriften verstoßen haben. Und Thorsten Preßler, Außendienstleiter beim Zweckverband, ergänzte beim Ortstermin in der Maximilianstraße, die Mitarbeiter „geben auch schon mal touristische Auskünfte oder helfen älteren Menschen über die Straße“. Rund 5.000 Arbeitsstunden im Jahr wurden von der Stadt gebucht, das könnten bis zu 25.000 „Fälle“, also Knöllchen für Parkverstöße und ähnliches, werden. Neu ist, dass die Damen und Herren vom KDZ auch in den Starnberger Ortsteilen den ruhenden Verkehr kontrollieren. Seit 14 Jahren dabei ist die Verkehrsüberwacherin Marianne Börroth, die nach eigener Auskunft zwar schon einiges erlebt, aber noch niemanden so richtig ausflippen gesehen hat. Meist treffe sie den richtigen Ton und ob jemand aggressiv regieren werde, könne sie gut abschätzen. „Die Leute sind nicht frecher geworden“, versicherte sie. Kein Pardon kennt sie bei Behindertenparkplätzen und bei blockierten Sicherheitsbereichen. Übrigens: Wer ein Knöllchen bekommt (ab 10 Euro geht‘s los), muss bei Beanstandungen in Zukunft nach Bad Tölz fahren. Das Rathaus ist nicht mehr zuständig.

Von Oliver Puls

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