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Friedinger Landjugend sucht neue Vereinsbleibe

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Landjugend Frieding
Die Landjugend Frieding kämpft für einen zukunftsfähigen Vereinsraum: 1.Reihe von links: Florian Groß (verabschiedeter Kassier), Theresa Dreyer (Beisitzerin), Theresa Stuhlmiller (Schriftführerin), Tobias Bauert (2.Vorsitzender), Valentin Schaumberger (ausgeschiedener 1.Vorsitzender und neuer 1.Kassier), quer liegend Alexander Wertatschnik ( neuer 1.Vorsitzender), 2.Reihe von links: Beisitzer Hubert Berchthold, Dominik Putz und Marcus Essig, Christian Pfänder (3. Vorsitzender), Valentin Sedlmayr (2.Kassier) sowie Alexander Essig (Beisitzer). © privat

Frieding – Die Landjugend Frieding zählt mittlerweile 100 Mitglieder. „Wir sind der größte Landjugendverein in ganz Oberbayern“, betonte der alte Vorsitzende und neu gewählte Kassier Valentin Schaumberger in der Mitgliederversammlung am Samstag – und befürchtete, dass die 13- bis 35-Jährigen bald keinen Vereinsraum mehr haben. „Das will keiner“, versicherte Bürgermeister Georg Scheitz auf Nachfrage

20 Neumitglieder stellten sich am Wochenende den rund 70 Anwesenden vor. Darunter „Anna aus Buach“, „Jakob, der kleine Bruder von der Theresa“ oder Bella aus Machtlfing. Sophia stößt aus Unering dazu und Markus lebt in Söcking, während Erik in Herrsching Zuhause ist. „Unsere Mitglieder stammen aus der Gemeinde Andechs und weit darüber hinaus“, erklärte der neu gewählte Vorsitzende Alexander Wertatschnik. Der Verein blickt auf 70 Jahre zurück. Traditionell bespaßen sie etwa auf den vorweihnachtlichen Veranstaltungen „Wir warten auf’s Christkind“ den Nachwuchs, während die Eltern das Wohnzimmer feierlich herrichten. Und sie organisieren seit 30 Jahren das legendäre Stadelfest mit „mehr als 2500 Gästen aus Bayern, Baden-Württemberg und Österreich“, so der neue Vorsitzende. Das ist freilich die vergangenen zwei Jahre ausgefallen. 

Schaumberger ist bereits in der dritten Generation ein Landjugendmitglied. Wie viele andere auch. „Im Gemeinderat sitzen auch ehemalige Vorstände der Landjugend“, berichtete Christian Pfänder. Der neu gewählte dritte Vorsitzende vertritt in der Ratsrunde die Bayernpartei und kämpfe dort unter anderem dafür, dass die Landjugendmitglieder auch weiterhin einen Raum haben. Untergebracht sind sie derzeit im alten Feuerwehrhaus. Im Gespräch war unter anderem, dass sie ins Erdgeschoss umziehen, das größer als ihr derzeitiges Zuhause im Obergeschoss ist. Und barrierefrei, denn die Fluchtwege im Dachgeschoss seien derzeit ein Problem. Allerdings müsste die Widdersbergerstraße 14 dringend saniert werden, betonte Pfänder. „Die Rohre sind marode, die Heizung müsste ersetzt und neue, schalldichte Fenster eingebaut werden.“ Ende Januar hatte Wertatschnik der Gemeinde eine Stellungnahme vorgelegt, das er am Wochenende den Mitgliedern vorstellte. Darin ist das alte Feuerwehrhaus genauso als Bleibe vorgesehen wie die Variante, im neuen Feuerwehrhaus in der Scheuertalstraße einen weiteren Raum anzubauen. „Wir sind bereit, viel Eigenleistung einzubringen“, so Wertatschnik.

Eine Bleibe im alten Feuerwehrhaus ist jetzt allerdings in der Schwebe, denn im jüngsten Haushalt wurde der mögliche Verkauf in den Raum gestellt, sagte Pfänder. Scheitz beschwichtigte, dass die Mieter nicht unbedingt raus müssten, sollte das Gebäude verkauft werden. Ein Kaufangebot wird die Landjugend kaum abgeben können, denn Corona hat ein Loch in ihre Kasse gerissen. Das eingereichte Konzept der Landjugend sieht Scheitz als „eine gute Grundlage, auf die man aufbauen kann“, sagte er unserer Zeitung. Dazu müsste er wissen, wie viele Quadratmeter für den Aufenthaltsraum und das Lager genau benötigt würden und wie sich das finanziell darstellt. „Ich freue mich darauf, mit dem neuen Vorstand – dem ich übrigens herzlich gratuliere – diesbezügliche konstruktive Gespräche zu führen.“ Wertatschnik kündigte an, an der Gemeinderatssitzung am 15. März sein Konzept vorzustellen. „Wir werden auf jeden Fall vor Ort sein.“

Mit breiter Mehrheit neu gewählt wurden auch Tobias Bauert als 2. Vorsitzender sowie Valentin Sedlmayr als zweiter Kassier. Theresa Stuhlmiller übernimmt die Schriftführung. Beisitzer sind Theresa Dreyer, Hubert Berchthold und Dominik Putz, Marcus und Alexander Essig.

Michèle Kirner

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