Grabgebühren erhöht

Übernachten auf städtischen Friedhöfen ist künftig verboten

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Die 100-prozentige Kostendeckung kam nicht zustande.

Starnberg – Die Grabgebühren steigen um rund sechs Prozent. Nachdem die Stadt Mitte des Jahres bereits die „hoheitlichen Bestattungsleistungen“ auf ihren Friedhöfen verteuern musste, beschäftigte sich der Haupt- und Finanzausschuss jetzt erneut mit den Gebühren sowie mit der Friedhofssatzung.

Die von der Verwaltung angepeilte hundertprozentige Kostendeckung kam zwar nicht zu Stande, doch bedeuten die alle zwei Jahre neu kalkulierten und nunmehr angehobenen Grabgebühren immer noch eine 80-Prozent-Deckung. Zum 1. Januar 2018 kostet ein Einzelgrab auf dem Friedhof Hanfelder Straße demnach pro Jahr 79 statt bisher 74 Euro, auf den anderen Friedhöfen der Stadt (inklusive Ortsteilen) kostet ein Einzelgrab künftig 78 Euro (bislang 74); die jährlichen Kosten für ein Urnen-Erdgrab am Waldfriedhof steigen von 54 auf 57 Euro, auf den anderen Friedhöfen von 46 auf 49 Euro. Baumbestattungen verteuern sich von 32 auf 34 Euro, Urnen-Nischen von 14 auf 15 Euro und Grabkammern von 49 auf 52 Euro im Jahr. Die Beisetzung in einem anonymen Urnen-Feld kostet künftig 244 statt 229 Euro, für die Bestattung „still geborener Kinder“ sollen auch weiterhin keine Gebühren erhoben werden, war man sich im Hauptausschuss einig. 

Auch Kindergräber (bislang 26 Euro p.a.) sind ab 2018 von jeglichen Gebühren befreit; „Das Schicksal ist für die Eltern schlimm genug, wir sollten ihnen wenigstens diese Gebühren ersparen“, sagte Michael Mignoli (Bürgerliste Starnberg). Nur für die Nutzung von Trauerhallen steigt die Gebühr deutlich – von 169 auf 215,50 Euro. Die Stadtverwaltung hätte gerne das Doppelte (431 Euro) verlangt, hierfür fand sich aber im Ausschuss keine Mehrheit. Bei der Neufassung der Friedhofssatzung gab es einige Besonderheiten: Das Übernachten auf städtischen Friedhöfen ist künftig offiziell verboten. „Wir brauchen dieses allgemeine Verbot als Handlungsgrundlage“, sagte Bürgermeisterin Eva John. Sollte sich doch einmal jemand nicht so recht von einem bestatteten Verstorbenen trennen können und nächtens unbedingt auf dem Friedhof verweilen wollen, könne man das ja tolerieren, so die Ratshauschefin. 

Weitere Neuerung: Das Nutzungsrecht für ein Grab oder eine Urnen-Nische geht nicht mehr automatisch an den nächsten Angehörigen über, falls auch der bisherige Verfügungsberechtigte verstorben ist.

Von mps

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