Frühjahrsputz für Liegewiese

Die Sanierungsarbeiten auf dem Badegelände „Frosch-Gartl“ in Wartaweil laufen auf Hochtouren. In ein paar Wochen bereits sollen hier wieder Badegäste und Erholungssuchende ihre Liegewiese vorfinden – trocken und ohne Buschwerk und Gestrüpp. Nötig wurden die umfangreichen Sanierungsarbeiten auch, weil die rund 20 Jahre alten Drainagen und der Entwässerungsgraben an der Straße mittlerweile derart zersetzt sind, dass die Liegewiese immer feuchter wurde.

Landrat Karl Roth verschaffte sich bei einem Ortstermin Überblick darüber, was auf dem Gelände, das zur Gemeinde Andechs gehört und seit 1978 vom Erholungsflächenverein gepachtet ist, alles passieren soll. Wie Jens Besenthal, der Geschäftsführer des Erholungsflächenvereins, betonte, „hat es Wartaweil wieder einmal nötig gehabt“. Neben dem Landrat waren zur Ortsbesichtigung Landschaftsarchitektin Monika Treiber, der Kreisfachberater für Landespflege, Jürgen Ehrhardt, sowie der Tiefbauspezialist Thomas Breitenberger nach Wartaweil gekommen. Das Areal hat eine Größe von mehr als 20.000 Quadratmeter, die Strandlänge zum Ammersee misst rund 500 Meter und ist bei den Badegästen sehr beliebt. Bevor der Erholungsflächenverein sich um eine Pacht bei den Bayerischen Staatsforsten beworben hat, war dort ein Campingplatz untergebracht. Mit viel Eigenleistung baute der Verein das Gelände um und machte es der Allgemeinheit zugänglich. Auf der anderen Straßenseite grenzt an einen Wald ein großer Parkplatz, auf dem rund 250 Pkw’s Platz haben. Durch das marode Entwässerungssystem haben sich in den vergangenen Jahren die Beschwerden über die feuchten Wiesen gehäuft. Wie Monika Treiber, die mit der Sanierung beauftragt wurde, das Projekt erläuterte, wolle man zuerst den Graben reinigen und dann weiter das abfließende Wasser durch drei Rohe in den See leiten. Im Anschluss werden die Drainagen ersetzt; später die Bäume und Sträucher markiert, die entfernt werden sollen. Denn durch die Feuchtigkeit hat auch das Buschwerk ordentlich zugelegt. Und weil auf dem nassen Untergrund der Rasenmäher nur schlecht seine Bahnen ziehen kann, haben Brombeeren und Co. sich nach Kräften ausgebreitet. „Die Leute sollen ja nicht hinter Stauden und Dornengestrüpp liegen, sondern nach Möglichkeit unter den schattenspendenden Bäumen“, so die Landschaftsarchitektin, die sich außerdem darüber freute, dass die Abstimmung mit allen zwölf involvierten Behörden „super gelaufen“ sei. Ausgenommen von der Sanierung ist die Biotopfläche am Ufer. Dort hat sich das geschützte Seggengras breit gemacht, Binsen und Hochstauden wachsen ebenfalls. Die Sanierung des Badegeländes kostet rund 40.000 Euro. Als nächstes sollen 2010 der Kiosk und der Spielplatz renoviert werden. Darüber hinaus soll auch der Ammersee-Radrundweg in diesem Bereich fortgesetzt werden. Derzeit ist vor der Unterführung Schluss, die Radler müssen dann auf der Staatsstraße weiter fahren.

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