Die Helwig-Festspiele

Fünf-Seen-Filmfestival (FSFF)

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Starnberg – Am 24. Juli ist es so weit: Matthias Helwig präsentiert das siebte unabhängige internationale Fünf- Seen-Filmfestival (FSFF) – und es wird auch dieses Jahr eine Veranstaltung der Superlative.

150 Spiel-, Dokumentar und Kurzfilme von 60 Filmschaffenden aus dem In- und Ausland bereichern zwölf Tage lang das Fünf-Seen-Land mit dem individuellen Kunstwerk Film. „Grenzenlos“ umschreibt der Breitwand-Kino-Inhaber bei einem Pressegespräch das Spektakel im Landkreis, denn neben der Schweiz und Österreich sind auch „Perlen“ aus den Partnerländern Georgien und Taiwan sowie die französische Partnerstadt Dinard am Start. Knapp zwei Wochen lang werden an sieben Standorten fünfzehn Weltpremieren und zahlreiche Deutschland- und Bayernpremieren ausgestrahlt. An zehn Wettbewerbe entscheidet sich eine prominent besetzte Jury – mit dabei der Regisseur Marcus H. Rosenmüller – für den Fünf-Seen-Film- preis, Dokumentarfilmpreis oder den Besten im Horizonte-Wettbewerb. Zum dritten Mal mit dabei auch der „Young Generation Award“. Schützenhilfe leisten drei Schüler der Montessorischule Biberkor, die sich im Rahmen ihres P-Seminars nach passenden Beiträgen umgesehen haben. Das Publikum prämiert die besten zwölf Kinderkurzfilme, die Gewinner des mit 1.000 Euro dotierten Kinderfilmpreises nehmen an der legendären Dampferfahrt am 1. August teil. „Unser Hauptaugenmerk gilt dem Kinderfilmfestival, da die kleinen Kinogänger die Kinogänger von morgen sind“, begründet Helwig sein Engagement für die zukünftige Generation – und für interessierte Kids bietet er in der Wittelsbacherstraße verschiedene Film-Workshops an (Anmeldung: fischer.jugendarbeit@lra-starnberg.de). Wie immer legen die Veranstalter Wert auf das Besondere. Etwa in „Short-Plus“, wo Filme in der exotischen Länge von 46 Minuten gezeigt werden. Auch die Kunst des Drehbuchs steht im Fokus. Ein oft vernachlässigtes Handwerk, bedenkt man, dass die Autoren der Geschichten oft weder im Vor-, noch im Nachspann erwähnt sind. Ungerecht findet das nicht nur die Vorsitzende der FFA-Drehbuchkommission Carolin Otto. Am Werkstattgespräch „Schreiben für’s Kino“ sowie bei der „Drehbuchrevue“ steht der erfahrene Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase („Berlin – Ecke Schönhauser“) den Teilnehmern zu Seite und ist an seinem Film „Solo Sunny“ anwesend. Aber dem ist noch lange nicht genug, denn erstmalig hat das FSFF einen Film in Auftrag gegeben. Nach dem gleichnamigen Buch „Auf Trüffeljagd im Fünf Seen Land“ von Gert Holzheimers verfilmte Walter Steffen eine „reinrassige, regionale Dokumentation“. Darin lesen ausschließlich Schauspieler aus Starnberg wie Stefan Wilkening, Peter Weiß oder Christian Tramitz. Sie alle haben zu Gunsten dieses Low-Budget Films auf eine Gage verzichtet, die unter anderem durch die Unterstützung des Landkreises Starnberg, der Gemeinde Seeshaupt, der AmmerSeeRegion eG und großzügiger Sponsoren möglich geworden ist. Noch ist der Film nicht ganz fertig – und gesucht werden Menschen aus dem Fünfseenland, die sich über das „Crowd-Sponsoring“ bei Startnext.de an der Fertig-stellung beteiligen. Der Lohn: Ein toller Film über die Region und attraktive Prämien. Sieben Jahre ist das Festival jetzt alt. Eine magische Zahl, so Helwig. Magie strahlt auch „7 Räume – 7 Künste“ aus. In Zusammenarbeit mit den Kunsträumen am See finden an sieben verschiedenen Plätzen Veranstaltungen statt. Thema sind Architektur, Skulptur, Malerei, Musik, Tanz, Dichtkunst und eben „der Film“. Ebenfalls neu ist, dass das Open-Air-Kino zeitversetzt in der Schlossberghalle läuft, sodass die Besucher bei schlechtem Wetter ins Trockene aus-weichen können. Filmklassiker, Uraufführungen, Lyrik und Film oder Kinderfilme; die Filmschauspielerin Corinna Harfouch oder das Filmteam der Premiere „Drei Stunden“ vor Ort: Da fällt für jeden Cineasten etwas ab – und die MVV ist mit von der Partie, denn wer für 22 Euro ein Festival-Tagesticket kauft, fährt kostenlos mit öffentlichen Verkehrsmitteln von München zu den Spielstätten.mk

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