"Fusion kostet keine Stelle"

Zufriedene Gesichter: Bei der Jahresbilanzpressekonferenz stellten (v.l.) Peter Waßmann, Josef Bittscheidt, Andreas Frühschütz und Walter Fichtel die Zahlen für 2011 vor.

Die Nagelprobe steht erst noch bevor, wenn an diesem Wochenende die technische Fusion vollzogen wird. Erst dann ist der Zusammenschluss der beiden Alt-sparkassen München Starn- berg und Ebersberg vollzogen. Als eine „starke Belastung“ bezeichnete der Vorstandsvorsitzende Josef Bittscheidt die Fusion, heute seien die Geldhäuser jedoch gut zusammengewachsen und man blicke auf ein „erfolgreiches Jahr 2011“ zurück. Die Kreissparkasse konnte ihr Geschäftsvolumen in den vergangenen zwölf Monaten sogar um drei Prozent steigern.

Zusammengewachsen und zusammen gewachsen – unter dieses Motto stellte Vorstandschef Bittscheidt bei der Jahresbilanzpressekonferenz in der Münchner Hauptgeschäftsstelle das abgelaufene Geschäftsjahr. In der Boomregion München mit einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote von 2,5 bis drei Prozent sehe „die Lage immer etwas besser aus als im Rest der Welt“, fasste Bittscheidt die positive Stimmung in seinem Haus zusammen. Auf 15,8 Milliarden Euro habe die fusionierten Kreissparkassen das Kundengeschäftsvolumen gesteigert (plus drei Prozent). Daran gemessen sei die Kreissparkasse München-Starnberg-Ebersberg die zweitgrößte bayerische Sparkasse, deutschlandweit liege man auf Rang elf. Das operative Betriebsergebnis von 96 Millionen Euro liegt demnach leicht über dem Vorjahresniveau von 93 Millionen Euro. Die Bilanzsumme stieg laut Bittscheidt auf 9,98 Milliarden Euro – „eine Steigerung von 8,4 Prozent“. Mit einer Portion Stolz verkündete der oberste Banker die Steigerung der Kundeneinlagen um 400 Millionen auf heute 7,9 Milliarden Euro. Ein „robuste Klima im regionalen Mittelstand“, beschrieb Vorstandskollege Walter Fichtel für den Bereich der Firmenkunden. Hier verbuchte die Kreissparkasse Einlagenzuwächse um 11,6 Prozent und sagte rund 2.500 gewerbliche Kredite mit einem Volumen von 530 Millionen Euro zu. Positiv verlief auch das Geschäft mit den 320.000 Privatkunden. In diesem Bereich wuchsen die Einlagen um 4,3 Prozent und die Kredite um 5,2 Prozent. Was an der „gründlichen Aufklärung und Beratung“ liege, so der zuständige Vorstand Andreas Frühschütz. Viel Zeit nahm sich auch der vierte in der Vorstandsrunde, Peter Waßmann, um die Änderungen durch die technische Fusion zu erläutern. Waßmann räumte ein, dass es um das Fusionsdatum zu „ein paar Einschränkungen“ an den Geldautomaten oder Kontoauszugdruckern kommen werde. Ansonsten profitieren die Sparkassen-Kunden freilich nur von der neuen Technik, etwa von dem neuen kostenlosen Konto „GiroDirekt“ und neuen Sicherheitsvorkehrungen im Online-Zahlungsverkehr durch das sms-Tan-Verfahren. Ab März wird die Kreissparkasse außerdem an die 25.700 Geldautomaten in der Region betreiben. Mit der Fusion beschäftigt das Geldinstitut heute 1.816 Mitarbeiter, darunter 128 Auszubildende. Für rund 150 Beschäftigte bringt der Zusammenschluss Veränderungen mit, etwa durch die Verlagerung ihres Jobs nach Starnberg, München oder Ebersberg. „Die Fusion führt nicht zu einem Stellenabbau“ versicherte Waßmann. Bei einzelnen „Härtefällen“ versuche er geeignete Positionen in anderen Bereichen des Hauses zu finden. Und: Durch das erweiterte Filialnetz (76) suche man sogar Mitarbeiter für die Kundenberatung. Und auch 44 Ausbildungsplätze sind noch nicht besetzt. Waßmann erinnerte auch an das soziale, kulturelle und sportliche Engagement der Kreissparkasse. Spenden, Sponsoring und Stiftungsausschüttungen beliefen sich im vergangenen Jahr auf etwa 1,3 Millionen Euro. Rund drei Millionen Euro flossen zusätzlich in die vier hauseigenen Stiftungen.

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