Entscheidung über neues Spielsystem gefallen

Fußball: Knappe Mehrheit stimmt Reformplänen für zwei Jahre zu - Playoffs durchgefallen 

Fußball
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Die Fußballer der TSV Oberalting (blaue Trikots) müssen sich demnächst wie alle anderen Vereine im Kreis Zugspitz auf ein neues Spielmodell einstellen.

Landkreis - Die Würfel sind gefallen. Das Cäsar-Zitat, das Ministerpräsident Markus Söder zur Frage der Kanzlerkandidatur der Union verwandte, gilt auch für die Fußballer des Kreis Zugspitz. Dort gab es fast zeitgleich mit der politischen Entscheidung in Berlin das Ergebnis der Abstimmung über das neue Spielsystem. 67,4 Prozent der teilnehmenden Vereine (Wahlbeteiligung 75,4 Prozent) stimmten für das Modell, das unter anderem kleinere Ligen vorsieht. 

„Somit gilt das Spielmodell per Abstimmung als angenommen, da die nötige Zwei-Drittel Mehrheit erreicht ist,“ erklärte Kreisspielleiter Heinz Eckl. Keine Mehrheit fanden dagegen die angedachten Playoffs. 64,85 Prozent der Vereine stimmten dagegen, wodurch aufgrund der dafür ausreichenden einfachen Mehrheit weiterhin das bisherige Relegationsmodell gespielt wird. Noch deutlicher war das Votum über die Laufzeit des Modellprojekts im Kreis. Nur 29,79 Prozent wollten eine dreijährigen Versuch. Wesentlich mehr tendierten zur zweijährigen Variante (70,21 Prozent).

„Der Kreisspielausschuss Zugspitze muss nun formell das Pilotprojekt beim Verbandsspielausschuss beantragen. Dieser Schritt ist notwendig da man offiziell von der Spielordnung abweicht“, stellte Eckl das weitere Procedere vor. Vorausgesetzt, dass vom Verbandsspielausschuss grünes Licht kommt, „kann dann zu einem noch festzulegenden Zeitpunkt das Spielmodell für zwei Jahre gestartet werden“, so Eckl. Da es aufgrund der Pandemielage nach wie vor sehr viele Unwägbarkeiten gibt, ist noch nicht sicher, ob das neue Modell bereits in der kommenden Saison oder erst zur Spielzeit 22/23 startet. „Das müssen wir im Moment einfach offen lassen“, erkannte Eckl noch Klärungsbedarf. Das gilt für zahlreiche weitere Fragen, die die Fußballer aktuell umtreiben. Angefangen vom Zeitpunkt, ab dem normales Training stattfinden kann, über die Dauer der Vorbereitungszeit bis zum genauen Termin des ersten Punktspiels. „Reicht dann die Zeit noch für die im Modell vorgesehene Vorrunde mit den 14 Spieltagen, da nach der Vorrunde getrennt wird in Auf- Abstiegsrunde ist das ein wichtiger Faktor“, sagte Eckl, der auch noch viele weitere ungeklärte Themen auf dem Zettel hat, wie beispielsweise bei einem Saisonabbruch verfahren wird. Sicher ist auf alle Fälle, dass der Virus auch in der zweiten Jahreshälfte noch das sportliche Geschehen stark beeinflussen wird. Wobei Eckl trotzdem, was das neue Spielmodell betrifft, zuversichtlich nach vorne blickt. „Selbst wenn wir vielleicht ein Spieljahr später (22/23) starten sollten, wird es ganz einfach spannend sein, ob das Modell auch in der Praxis attraktiv, gut und brauchbar ist. Wir sind auf alle Fälle neugierig, aber jetzt müssen wir erst einmal vorrangig die offenen Dinge klären“, meinte Eckl abschließend.

Roland Halmel

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