Saisonabbruch rückt näher

Fußball-Verband begräbt Hoffnungen und will jetzt Meinungsbild der Vereine einholen - Abstieg nach Quotient in der Kritik

Das war es dann. Die kleine Resthoffnung der Fußballer, wie hier vom TSV Gilching, auf seine Saisonfortsetzung, hat sich nach den letzten politischen Entscheidungen erledigt.
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Das war es dann. Die kleine Resthoffnung der Fußballer, wie hier vom TSV Gilching, auf seine Saisonfortsetzung, hat sich nach den letzten politischen Entscheidungen erledigt.

Landkreis - Das war es dann mit der kleinen Resthoffnung der bayerischen Fußballer ihre lange Zeit unterbrochene Saison, die bereits 2019 begann, zu Ende spielen zu können. Durch die Entscheidung des bayerischen Kabinett die Zwölfte Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung bis einschließlich 9. Mai zu verlängern, wodurch weitere Öffnungsschritte in den Bereichen Kultur, Gastronomie und Sport auf absehbare Zeit praktisch ausbleiben, ist klar, dass aufgrund des vom Vorstand des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) verabschiedeten Vier-Punkte-Plans die unterbrochene Spielzeit 2019/21 in den allermeisten bayerischen Amateurfußballligen nicht mehr zum Abschluss gebracht werden kann.

„Wie angekündigt, werden alle bayerischen Vereine vor der Entscheidung des Verbandsvorstands über einen Abbruch der Saison und die dabei anzuwendenden Regularien durch Einholung eines Meinungsbilds mit einbezogen. Für den Fall des Abbruchs einer Saison sehen die aktuellen Bestimmungen der Spielordnung (§ 93 SpO) eine Wertung für Auf- und Abstieg nach der Quotienten-Regelung unter Wegfall der Relegationsspiele vor“, teilte der BFV seinen Vereinen mit. „Durch den Kabinettsbeschluss und die sich daraus ergebende staatliche Verfügungslage ist ein flächendeckender Trainingsbetrieb ab dem 3. Mai, der notwendig gewesen wäre, um die Spielzeit 2019/21 in allen bayerischen Ligen noch einmal aufnehmen und die verbleibenden Spiele noch durchführen zu können, de facto nicht mehr möglich. Wir müssen daher nun gemeinsam mit unseren Vereinen über die Frage eines Abbruchs der Verbandsspielrunden und der dabei anzuwendenden Regularien entscheiden“, erklärte dazu BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher, der im Präsidium für den Spielbetrieb zuständig ist.

Den entsprechenden formellen Beschluss wird der Vorstand noch in dieser Woche in einer Sitzung fassen. Indessen regt sich aber bereits Unmut bei einigen Clubs über die getroffenen Regelungen. Mehr als 50 Vereine forderten in einem offenen Brief an den BFV nur Aufsteiger, aber keine Absteiger. Sie verweisen dabei auf andere Landesverbände, die im vergangenen Jahr eine solche Vorgehensweise bei einem Saisonabbruch getroffen haben. „Überall gab es – ausgenommen auf ausdrücklichen Wunsch der Vereine im Saarland – nur Aufsteiger, aber keine Absteiger“, heißt es in dem Schreiben. Die vom BFV befürchtete Aufblähen von Ligen im Falle des Aussetzens des Abstiegs, sehen die Unterzeichner dabei als kleineres Problem. „Da in der wahrscheinlich noch immer von Corona geprägten kommenden Saison sowieso eine Sonderlösung gefunden werden müsse“. In dem Schreiben appellieren die Vereine an den Verband. „Im Sinne aller seiner Mitglieder zu handeln“. Aus dem Kreis Zugspitz hat nur der TSV Oberalting das Schreiben mitunterschrieben.

Roland Halmel

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