Geburtstag wird von der Pandemie überschattet

Gartenbauverein Breitbrunn will 100-jähriges Bestehen im Jahr 2022 groß nachfeiern

Gartenbauverein Breitbrunn
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Monika Merk freut sich über den Kreativpreis, den ihr Heidi Körner (Vorsitzende von Breitbrunns Gartenbauverein) überreicht.

Herrsching - 100 Jahre ist Breitbrunns Gartenbauverein schon alt. Ein Jubiläum, das ausgerechnet ins Coronajahr 2020 gefallen ist. Die Feierlichkeiten mussten ausfallen. Stattdessen und leicht verspätet fand am Wochenende in Breitbrunns Heilig Geist Kirche ein Dankgottesdienst statt.

Vereinsvorsitzende Heidi Körner freute sich über diesen stillen und würdevollen Segen im Gotteshaus. „Einige mussten leider absagen“, bedauerte Körner vor der Messe. Vorsitzende Anna Elisabeth Neppel vom Kreisverband fehlte genauso wie die Herrschinger Gärtner. Wegen einer Pandemie, die uns wohl noch länger begleite, befürchtete Körner. Sie selbst halte still, bis sie geimpft sei. „Ich bin voraussichtlich im Herbst dran“, hoffte die knapp 70-Jährige. Danach freue sie sich darauf, wieder mit den Dreckspatzen die Natur zu erforschen, sagte die Breitbrunnerin, die seit 2015 den Verein leitet. Die Dreckspatzen sowie das 18 Jahre junge Neumitglied Katharina Hornig hielten die Fürbitte, beteten für Frieden auf der Welt und für ein Ende der Umweltzerstörung. Unter den rund 60 Zuschauern saß auch Pfarrer Mahl, der mit der Kindergruppe in der Vergangenheit ein Gartenbeet und ein Insektenhotel gebaut hat. Die Musiker schafften den musikalischen Rahmen.

Den wunderbaren Dreigesang gestalteten Moni Diez mit Tochter Franziska und Familie Bernhard. Hackbrett, Zither, Querflöte und die Gitarre brachten Familie Peter, Claudia Pötzsch sowie Karl Körner und Tochter Barbara zum Klingen. Die dargebotene musikalische Bauernmesse war ein gelungener Geburtstagsgruß an die Aktiven, die mit so viel Leidenschaft die Natur zum Blühen bringen. „Die Mitglieder vom Breitbrunner Gartenbauverein haben vielfältig unser Leben begleitet und bereichert“, lobte Pfarrer Simon Rapp die Gärtner in seiner Predigt. „Sie haben sich Deiner Schöpfung angenommen“, fuhr er fort, bevor er einen „doppelten Glückwunsch“ los wurde: Einmal an das Geburtstagskind und einmal an Monika Merk, die an diesem Abend den Kreativitätspreis entgegennahm. Denn schließlich seien sie von dem fantasievollen Blumenschmuck der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden im Kirchenschiff „Nutznießer“, betonte der Gottesmann und versprach hinsichtlich aller ausgefallenen Feiern im Jahr 2020: „Wir feiern voraussichtlich 2022 ein großes Fest für alle.“

 Michèle Kirner

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