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Gebührenanpassung für das Starnberger Seebad

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Von: Thomas Lochte

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Bäder in Bayern
Auf eine Erhöhung der Gebühren des Starnberger Schwimmbads einigte sich der Stadtrat. © Sven Hoppe/dpa/Archivbild

Starnberg – Gegen drei Stimmen hat der Stadtrat erstmals seit Eröffnung 2018 zum 24.Oktober 2022 eine Gebührenanpassung beim Seebad beschlossen, die nach Darstellung der Stadtverwaltung auf Grund stark steigender Energiekosten sowohl im Hallen- wie im Strandbad unvermeidlich ist: Sie schlug vor, die Gebühren für die beiden Badebereiche um 20 Prozent, die für den Sauna-Bereich um 30 Prozent anzuheben – hier lag die jüngste Erhöhung um zehn Prozent erst zwei Jahre zurück.

In Anbetracht des schon jetzt auf 2 Mio. Euro pro Jahr bezifferten Gesamtdefizits stelle sich eigentlich nur die Frage, „wie viel Defizit wir künftig machen wollen?“, so der 1.Bürgermeister Patrick Janik. Ludwig Jägerhuber (CSU) wie darauf hin, dass einige Gemeinden wegen der explodierenden Energiekosten ihre Bäder „schon ganz geschlossen haben“. Starnberg habe bisher immerhin ein „familien-freundliches Preissegment“ erhalten können, das man auch jetzt beibehalten möge. Winfried Wobbe (UWG) bestätigte, dass die Bedeutung des Seebades für die Allgemeinheit unbestritten sei. Mit der gewohnten Gebührenstruktur sei es nun aber vorbei, nahm Janik etwaigen nostalgischen Anwandlungen gleich mal die Grundlage: „Die Preise stammen noch aus der Zeit vor der Energiekrise!“ An den jetzt fälligen Gebührenerhöhungen führe „kein Weg vorbei“. Diese seien gemäß vergleichender Marktanalyse noch immer im Rahmen und „verkraftbar“ und fingen aus Sicht der Stadt auch die Inflation auf. Michael Mignoli (Bürgerliste Starnberg) überlegte, „ob man da zum Beispiel bei der Sauna nicht was gegenrechnen“ solle – schließlich könnten dort ja auch die Besucherzahlen zurückgehen? Derzeit werde die Seebad-Sauna ohnehin auf ihr Energieeinsparpotenzial geprüft, so Janik: „Die Sauna ist immer noch konkurrenzlos billig“, verteidigte der Bürgermeister die geplante Anhebung der Gebühren. Seine Stellvertreterin Angelika Kammerl (CSU) prognostizierte gar: „Wir werden da noch weiter draufzahlen“ und widersprach damit der Ratskollegin Anke Henniger (FDP), die das alles aus Bürgersicht nicht für so einfach „verkraftbar“ hielt und später gegen die Gebührenanpassung stimmen sollte. Janik ließ am Ende der Debatte unmissverständlich über das Seebad wissen: „Wenn das so weiter geht mit der Energiepreissteigerung, ist das Ding zu – Punkt.“

Geld sparen mit Geldwertkarten

Durch den Beschluss zur Gebührenanpassung ergeben sich ab dem Stichtag 24.10.2022 folgende Eintrittspreise – Wintersaison (regulär 1.Oktober bis 30.April), Hallenbad: Sport- und Abendtarif, Erwachse-ne 4 Euro, ermäßigt 3 Euro; bis zu drei Stunden 5 Euro (4 Euro), Familien (bis zu fünf Personen, davon mindestens ein und maximal zwei Erwachsene) 18 Euro; desgl. Tageskarte 7 Euro/5,50 Euro/21,50 Euro; Tageskarte „Gruppe“ (ab zehn Personen) pro Person 5 Euro, ermäßigt 3,50 Euro. Sommersaison (1.Mai bis 30.September), Hallenbad und Strandbad: genau wie Wintersaison, aber statt Tageskarte „Saisonkarte“ – Erwachsene 120 Euro, ermäßigt 85 Euro, Familien ab 170 Euro (maximal zwei Erwachsene zu je 100 Euro und jede Kinderkarte zu je 70 Euro). Wintersaison, Sauna (inklusive Nutzung des Hallenbades): Abendtarif ab 19.30 Uhr 18 Euro; bis zu vier Stunden 25 Euro, Tageskarte 36 Euro. Sommersaison (inklusive Nutzung des Hallenbades): Abendtarif ab 19.30 Uhr 18 Uhr; Tages-karte 28,50 Euro. Durch den Kauf sogenannter „Geldwertkarten“ ist es weiterhin möglich, im Hallen- und Strandbadbereich bis zu 20 Prozent (beim Kauf eine 150 Euro-Geldwertkarte) und in der Sauna (500 Euro-Geldwert-Karte) zu sparen. 

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