Geburtstagsgeschenk für Kaiserin: Pöckinger Hortkinder auf den Spuren von Sisi

Spannende Tage als Kinder-Reporter

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Die Kinder waren von dem Medien-Projekt sehr begeistert. Sie hatten viel Spaß dabei.

Possenhofen/Pöcking – Die Kaiserin Sisi wäre am 24. Dezember 180 Jahre alt geworden. Ein Grund, für zehn Junge Reporter aus dem Hort der Grundschule Pöcking mit Mikrofon und Aufnahmegerät auf die Straße gehen. Sie hatten die Aufgabe, Passanten zu fragen, was sie denn alles noch von der Kaiserin Elisabeth wüssten. Das Ergebnis der Befragung wird auf eine CD gebrannt und später soll daraus ein Audio Guide für Kinder im Kaiserin Elisabeth Museum gemacht werden.

„Es war sehr spannend die Personen zu interviewen und wie echte Reporter durch die Gegend zu laufen“, erklärte Franka. Nicht nur Passanten wurden aufgehalten. Den Bürgermeister Rainer Schnitzler haben die Kinder auch besucht. „Das Interview war für mich das Beste, das ging sehr schnell“, sagte Venera lächelnd. Als „Chefreporter“ war Kristina Dumas, Autorin und Rundfunkjournalistin (BR und Deutschland Radio Kultur), vor Ort. Am ersten Tag konnte sie die Kinder schnell für die Medienarbeit begeistern. schon alles wussten“, so Dumas. Nach einer technischen Erklärung gingen die jungen Reporter schon los und führten die ersten Interviews. Im Pöckinger Dorf fragte sie verschiedene Passanten. „Einige haben richtig viel über die Kaiserin Sisi gewusst, einige nicht so viel. Wenn die Leute aber keine Zeit hatten, dann mussten wir das respektieren“, erklärte Lisa den ersten Tag.

"Das stärkt das Selbstbewusstsein der Kinder" 

Projektleiterin Roswita Wenzel war vom Engagement der Kinder beeindruckt. „Ich freue mich, wie selbstbewusst die jungen Reporter sind. Wir trafen auf freundliche Menschen, die sich gerne befragen ließen. Das stärkte das Selbstbewusstsein der Kinder und machte vor allem ganz viel Freude.“ Lampenfieber hatten die Grundschüler im Alter von neun und zehn Jahren hin und wieder schon einmal. „Ein bisschen aufgeregt war ich schon“, lächelte Lisa. Aber mit Übung und gut gestellten Fragen (W-Fragen) waren sie bald richtige Profis. Am zweiten Tag ging es endlich in das Kaiserin Elisabeth Museum. Die Direktorin Rosemarie Mann Stein begrüßte die Kinder und gab ihnen Rede und Antwort auf ihre interessanten Fragen. „Ich habe mich besonders darüber gefreut, dass viele Kinder schon in letzter Zeit unser Museum besucht haben. Das zeigt, dass die Zusammenarbeit mit unserem Kindergarten und der Schule auf einem guten Weg ist.“

Am Nachmittag ging es um das Thema Fische im Starnberger See und wie zu Zeiten der Kaiserin das Fischen aussah. Zum Interview kam Dr. Mathias von Lukowicz. Er war früher Leiter der Landesanstalt für Fischerei in Starnberg. Bei „Kaiserinwetter“ ging es dann auch zum Fischen an den See, Zum Landesteg 16 in Possenhofen. Die Kinder waren von Fischer Erhard begeistert. Tag drei war ein Marathon an Interviews. Zuerst war Bürgermeister Rainer Schnitzler dran. Die Kinder besuchten ihn im Rathaus. Danach ging es weiter zu Peter Fenkl. Er lebte die ersten 18 Jahre seines Lebens auf dem Schloss in Possenhofen. Zum Schluss sprachen die Reporter mit Alexander Wehnelt, dem Vorsitzenden des Vereins zum Erhalt der Fischerkapelle in Possenhofen.

Kinder- und Jugendprojekt "Sisi Mobil" 

Vor einem Jahr startete der Kaiserin Elisabeth Museums Förderverein das neue Kinder- und Jugendprojekt Sisi-Mobil. Mit einem eigens für die Grundschule ausgestatteten Materialienkoffer, wurden Schulen und Lehrer eingeladen, im Rahmen ihres Lehrplans für Sach- und Heimatkunde, den Koffer im Unterricht zu nutzen. Viele Schulen nahmen dies in Anspruch. Zum ersten Mal hat sich das Sisi Mobil Museumsteam um Projektleiterin Roswita Wenzel mit diesem Angebot an die Kinder gewandt. Viele haben sich angemeldet, um in den Ferien als Reporter mehr über Sisis Leben zu erfahren. Claudia Schmidt ist Erzieherin im Pöckinger Hort und lobte die Zusammenarbeit mit dem Museumsverein. Auch für Wenzel war der Medienworkshop eine wunderbare Erfahrung. „Es hat gezeigt, dass wir im Bereich der Museumspädagogik für Kinder einen richtigen Weg gehen.“

Von Alma Jazbec

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