Gedanken der Nachhaltigkeit

Urkunden für die Preisträger: Landrats Karl Roth (l.) zeichnete die Sieger des Energiepreises 2010 aus. Foto: Jaksch

Zum zweiten Mal wurde vor kurzem der Energiepreis des Landkreises Starnberg verliehen. Ziel der Auszeichnung: Die Energiewende 2035 im Landkreis Starnberg voran zu treiben, in dem man positive Beispiele bekannt macht und zur Nachahmung anregt. Eindeutiger Sieger des Energiepreises 2010: Das „Bio-Sonnenhaus Ammersee“.

Während eines feierlichen Festaktes im Landratsamt wurden die Sieger-Bewerbungen ausführlich vorgestellt, bevor Landrat Karl Roth die Auszeichnungen übergab. Besonders freute er sich über die Anzahl der Bewerbungen am Energiepreis, die mit 25 Teilnehmern die des Vorjahres weit überstieg. Begeistert waren Landrat Roth sowie Regionalmanagerin Verena Papke und Herbert Schwarz vom Landratsamt aber auch über die Pfiffigkeit, mit der der Gedanke der Nachhaltigkeit im Bio-Sonnenhaus Ammersee in Buch bis in die letzte Ecke umgesetzt worden ist. So hat die Familie Allner-Kiehling nur natürliche Stoffe wie Strohballen und Lehm verwendet, was das Passivhaus, dass sich selbst mit Strom und Wärme versorgt zu 90 Prozent kompostierbar macht. Für Staunen bei der Jury sorgte aber auch das 65-Grad Dach, für das die Familie als erstes in Deutschland eine Baugenehmigung erhielt oder die Kosten für ihre Badezimmereinrichtung. Mit nur 65 Euro hatte die Familie alles beim Internetshop Ebay erstanden. Auch der zweite Preis ging an ein Passivhaus. Das von Sabine und Hans Wilhelm Knape errichtetet Wohn- und Kindertagesstätten-Gebäude in Hausen zeichnet sich ebenfalls durch mehrere Besonderheiten aus und erzeugt ebenfalls mehr Energie als es verbraucht. Besonders gefiel der Jury, dass für den Holz-Bau heimische Handwerker und Betriebe engagiert wurden – und die ungewöhnliche Sonnenkollektoren-Lösung. Die Module wurden in die Hauswand eingelassen. Den dritten Preis erhielt Max Müller aus Herrsching für die hochwertig energetische Sanierung seines Altbaus während er es weiterhin als Wohnraum nutzte. Nach der Sanierung – unter anderem wurde ein zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung errichtet - ist das 50 Jahre alte Gebäude nun energetisch absolut fit. Auch ein Anerkennungspreis wurde in diesem Jahr vergeben: Er ging an die Gilchinger Agenda-Gruppe wegen ihrer „vorbildlichen ehrenamtlichen Energie-Projekte“. So wurden bisher vier Bürgersolarkraftwerke (Gymnasium, Grundschule, Bauhof und Baugenossenschaft Gilching) für Investitionskosten in Höhe von 222.000 Euro realisiert. Urkunden erhielten auch die Finalisten wie Werner Grünberger für den Neubau eines Plusenergiehauses, das Architekturbüro von Czettritz für die Sanierung einer Doppelhaushälfte in Starnberg, Alois Weindler für sein Öko-Haus in Farchach sowie der TÜV Süd für seine Strom-Tankstelle.

Meistgelesen

B2-Tunnel Starnberg: Baufreigabe erteilt
B2-Tunnel Starnberg: Baufreigabe erteilt
Weltwassertag: AWA will Missstände aufzeigen
Weltwassertag: AWA will Missstände aufzeigen
Gilchinger Heimatmuseum "Schichtwerk" im Werson-Haus eröffnet
Gilchinger Heimatmuseum "Schichtwerk" im Werson-Haus eröffnet
Herrsching: Faust gegen Auto-Blech - 1.400 Geldstrafe, 2.179 Euro Sachschaden
Herrsching: Faust gegen Auto-Blech - 1.400 Geldstrafe, 2.179 Euro Sachschaden

Kommentare