Vor 50 Jahren ist bei Königswiesen der Starfighterpilot Eckert abgestürzt

Gedenken an einen Helden

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Am Dienstag wurden an der Absturzstelle Blumen und Kränze niedergelegt.

Königswiesen – Er opferte sein Leben, um die Gautinger Bevölkerung vor einer Katastrophe zu bewahren: Der Bundeswehr-Pilot Ferdinand Eckert schaffte es gerade noch rechtzeitig, den abstürzenden Starfighter in den Wald bei Königswiesen zu lenken. Am vergangenen Dienstag um 14.58 Uhr jährte sich der Absturz zum 50. Mal.

Am 17. April 1968 war der 27-jährige Hauptmann vom Jagdbombergeschwader 32 in Lager Lechfeld zu einem Erprobungsflug eines neu eingebauten Triebwerks aufgebrochen. Sein Starfighter, wegen der häufigen Abstürze ein sehr umstrittenes Kampfflugzeug, war in einer Höhe von elf Kilometern und mit rund 2.000 Stundenkilometern unterwegs, als es zu Komplikationen kam. Eckert schaffte es noch, die abstürzende Maschine vom Gemeindegebiet Gautings wegzulenken. Nahe der St.-Ulrich-Kapelle im Königswieser Forst stürzte der junge Pilot schließlich ab.

Recherche führt zu einem umfangreichen Buch über den Absturz

Lange Zeit erinnerte an dem Krater ein schlichtes Holzkreuz an seine Heldentat. Vor etwa fünf Jahren machte sich der Feuerwehrmann Stephan Limmer mit dem Gautinger Feuerwehrnachwuchs an die Arbeit, den Absturz zu erforschen. Dabei haben sie auch mit Zeitzeugen gesprochen – unter ihnen Stephan Limmers Vater Werner und die Witwe von Ferdinand Eckert. Am Ende der Recherche hatten sie Material für ein 125 Seiten dickes Buch gesammelt. Die Gedenkstätte eingerichtet hatte Wolfgang Christenn, heute erinnert ein Kreuz aus Eisen mit einem Bild des Piloten an die Beinahe-Katastrophe. Zu einer Gedenkstunde waren am Dienstag neben Gautings Bürgermeisterin Dr. Brigitte Kössinger der Kommandeur der IT-Schule der Bundeswehr in Feldafing, Oberst Frank Schlösser, Pfarrer Dr. Ulrich Babinsky, ehemalige Kameraden der Traditions- gemeinschaft Jagdbombergeschwader 32 und einige Gautinger Bürger in den Wald bei Königswiesen gekommen. Neben dem Kranz der Gemeinde war auch ein weiterer von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen zu finden. po

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