Vier auf einen Streich

Gekentertes Segelboot vor Bernried

Noch kurz vor Feierabend mussten die Wasserwachtler aus Tutzing ein havariertes Boot bergen
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Noch kurz vor Feierabend mussten die Wasserwachtler aus Tutzing ein havariertes Boot bergen

Tutzing - Am Mittwochabend wurde um 17.45 Uhr die Wasserwacht Tutzing zu einem gekenterten Segelboot vor Bernried gerufen. Da ein Grüppchen Wasserwachtler gerade an ihrer Wasserrettungsstation Tutzing am Südbad etwas "klar Schiff" gemacht hatten, konnte zum Glück der Verunglückten schnell ausgerückt werden.

Ungefähr 300 Meter vor Bernried war ein kleines Holzsegelboot mit drei Buben und einem Mädchen (ca. 18-24 Jahre alt) gekentert und vollgelaufen. Ein Segler kam zur Hilfe und setzte den Notruf ab. Als das Motorrettungsboot aus Tutzing eintraf, hatten die vier ihr Boot im Wasser treibend festgehalten.

Es war komplett vollgelaufen und trieb in der Wasserlinie. Alle vier waren schon 20 Minuten im Wasser am kämpfen, um ihr Boot zu sichern. Da sie nur mit Badebekleidung und T-Shirt bekleidet waren, wurden sie erst mal an Bord der Tutzinger Wasserwachtler medizinisch versorgt und an den Rettungswagen am Dampfersteg Bernried mit Unterkühlung übergeben. Besetzt mit zwei Wasserrettern und der Unterstützung der Kollegen aus Ammerland wurde das havarierte Segelboot in die Marina Bernried geschleppt. Dort wurde es mittels der mobilen Pumpe der Wasserwacht wieder über Wasser gebracht und dort gesichert. Nachdem sich das Grüppchen Segler im Rettungswagen aufgewärmt hatte, wurden sie vom Vorsitzenden der Wasserwacht Tutzing, Matthias Jilg, der als Helfer mit dabei war, noch aufgeklärt. Die Vier waren ohne Rettungswesten oder Neopren auf ein sehr kleines Segelboot ohne Auftriebskörper unterwegs. Da kann man nur von Glück sprechen, dass keiner ernsthafter verletzt wurde. Der See ist zwar warm aber für längere Zeit im Wasser mit Wind dennoch gefährlich.

Damit die Verunglückten nicht gleich wieder kentern, wollten sie das Boot erst am nächsten Tag holen und versprachen, zukünftig mehr Schutzausrüstung mitnehmen. Um wieder nach Hause kommen zu können, wurde ihnen noch eine Fahrt mit dem Rettungsboot nach Ambach spendiert. Um 20 Uhr waren auch die Wasserwachtler zurück und konnten Feierabend machen.

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