Gemeinde fährt auf Elektro ab

Leise, schnell und Co2-Neutral: (v.l.) E.ON-Mitarbeiter Tilo Adelhardt und Klaus Lehnert übergeben das Elektroauto an Bettina Schneck von der Gemeinde Herrsching, der für die Kommunen zuständige E.ON-Leiter Peter Streitle überreicht den Schlüssel an Bürgermeister Christian Schiller, die Rathaus-Mitarbeiter Jochen Ulmer (im Auto), Christian Starke, Günther Pausewang, Franziska Kalz und Marta Seelig-Krug testen das Modell. po/Foto: Puls

Die Gemeinde Herrsching ist um eine Attraktion reicher: Rathaus-Mitarbeiter kommen zu Terminen außerhalb der Gemeindeverwaltung mit dem Elektroauto. Eine Woche lang testen Bürgermeister Christian Schiller und mehrere Mitarbeiter seiner Verwaltung den umgebauten Kleinwagen, den E.ON Bayern Städten und Kommunen zu Testzwecken zur Verfügung stellt.

Es ist ein klassischer Zweitwagen: Klein, wendig, im Fond eher Platz für zwei Kinder. Vom Preis kommt das Versuchsmodell von E.ON allerdings an einen Mittelklassewagen heran. Rund 34.000 Euro müsste man für das Elektroauto hinblättern, mit dem die Rathaus-Mitarbeiter noch bis zum Wochenende in Herrsching ihre Runden drehen. Wie am Freitag Tilo Adelhardt und Peter Streitle von E.ON bei der Übergabe erklärten, werde aber schon in ein paar Jahren die Anschaffung eines Elektroautos deutlich günstiger sein. Das Teuere sei nämlich die Batterie, deutsche und amerikanische Wissenschaftler arbeiten aber an einer deutlich günstigeren Variante, erläuterten die beiden. „In etwa sechs Jahren wird sich die E-Mobilität global durchsetzen“, ergänzte Peter Sreitle, Zukunftsforscher würden dies voraussagen. Dann würden zum einen die hohen Preise für die Batterien sinken, „und sie müssen das Auto auch nicht mehr sechs Stunden lang an die Steckdose hängen“, sagte Streitle. Dass sich die Anschaffung eines „E-Cars“ nicht für Rathäuser oder Energiekonzerne sich lohne, zeigten zudem jüngst veröffentlichte Verkehrsstudien. Rund 90 Prozent aller Fahren mit dem Pkw in Deutschland bewegen sich in einem Radius von 50 Kilometer. „Für ein Elektroauto ideal“, pries Adelhardt die Technologie. Bürgermeister Christian Schiller, der auf das Engagement Herrschings um den Einsatz regenerativer Energien verwies, sieht für die Gemeinde auch eine Vorbildrolle: „Wir wollen möglichst viele Mitbürger für die Elektro-Mobilität begeistern.“ Die Mitarbeiter des Rathauses und er selbst fahren quasi eine Woche Reklame für das Modell, das deutlich als Elektroauto gekennzeichnet ist: Übrigens: Herrsching lädt das Vehikel mit 100 Prozent Ökostrom auf, den die Kommune seit 2010 für alle gemeindlichen Einrichtungen bezieht.

Meistgelesen

Krailling: Fahrlässige Körperverletzung bei Verkehrsunfall
Krailling: Fahrlässige Körperverletzung bei Verkehrsunfall
Starnberg: Allerletzte Chance für notorischen Ohne-Führerschein-Fahrer
Starnberg: Allerletzte Chance für notorischen Ohne-Führerschein-Fahrer
Geflügelpest ist bayernweit rückläufig
Geflügelpest ist bayernweit rückläufig
Weltwassertag: AWA will Missstände aufzeigen
Weltwassertag: AWA will Missstände aufzeigen

Kommentare