Für mehr Sicherheit und Komfort

Gemeinderatsausschuss besichtigt Gefahrenstellen rund um den Weßlinger See

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Der Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Energie und Mobilität des Weßlinger Gemeinderates beriet unlängst über ein Geländer und möglicherweise eine Treppe für Fußgänger zum Vorplatz vom Pfarrstadel.

Weßling – Bei Schnee und Eis wird der Zugang zum Pfarrstadel zur Rutschbahn und der verwurzelte Fußweg am Karpfenwinkel zur Stolperfalle: Bei strömendem Regen stapfte vor Kurzem der Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Energie und Mobilität des Weßlinger Gemeinderates vom Pfarrstadel bis zum Kiosk. Eineinhalb Stunden lang berieten die Mitwirkenden über mögliche Treppen, Geländer und eine öffentliche Toilette am Weßlinger See.

Bürgermeister Michael Sturm hatte sich die Kapuze seiner Regenjacke tief ins Gesicht gezogen, der Rest der Runde schützte sich mit aufgespannten Regenschirmen, ausladenden Hüten oder Gummistiefeln gegen den Wolkenbruch. Es war ein Wetter, das die Probleme perfekt in Szene setzte, über die die Bürgervertreter debattierten. 

Den Anfang machte die steile Rampe zum Vorplatz vom Pfarrstadel, die im Winter und bei Nässe eine rutschige Angelegenheit für die Spaziergänger werden konnte, sagte der Bürgermeister. Zur Diskussion stand ein Edelstahlgeländer als Gehilfe auf dem gepflasterten Zugang. Vorgesehen ist der Handlauf von der Straße her gesehen auf der rechten Seite. Wiederum rechts vom Geländer wollte Sturm etwa ein Meter breite Granitstufen setzen lassen. „Wer räumt den Schnee von den Stufen?“, hinterfragte Erich Rüba von der Kirchenverwaltung die Maßnahme. Denn wenn hier jemand stürze, sei die Gemeinde verantwortlich. Sturm notierte den Einwand. „Wir werden das prüfen.“ 

Ebenfalls zu prüfen war Claus Angerbauers (SPD) Antrag, vom zukünftigen Geländerende bis zur Eingangstüre Leitindikatoren für Blinde anzubringen. Der blinde Gemeinderat sprach aus Erfahrung, denn kürzlich irrte er auf der Suche nach dem Eingang über den Kiesplatz, bis sich ein Besucher seiner annahm. Die vorgesehene Beleuchtung des überplanten Bereichs warf ebenfalls Fragen auf. Wo der Strom abgezapft werde, wollte Brigitte Reichert wissen, denn die Kosten sollten nicht an der Kirche hängen bleiben, fand die Kirchenpflegerin. „Vom Pfarrstadel“, antwortete Sturm und schlug als Lösung einen Stromzähler vor, während Andreas Lechermann (CSU) bewegungsgesteuerte Solarlichter ins Gespräch brachte. 

Über einem ähnlichen Problem verharrten die Ausschussmitglieder am Einstieg zum Karpfenwinkel. Unterdessen hatte sich an der südlichsten Spitze vom Weßlinger See bereits Pfützen gebildet und der Waldboden in eine glitschige Masse verwandelt. Sturm sprach von einer verbreiterten Treppe und seitlich einer Rinne als Ablauf für das Regenwasser. Den Kiesweg für Radler und Kinderwägen verwarf ausgerechnet der radelaffine Gerhard Hippmann (Grüne). „Wir sollten das als reinen Fußweg ausweisen, denn der Abgang ist nicht ideal für Radler und Kinderwagen“, räumte der Mitarchitekt der Radstraße durch Weßling ein. Eine entsprechende Beschilderung sollte allen anderen den Weg zum Weßlinger See weisen. Entsprechende Angebote werden eingeholt. Direkt vom Bauhof umgesetzt und für mehr Sicherheit sorgen wird das verlängerte Holzgeländer an einigen Stellen vom Naturpfad bis zum Am Seeweg. Die Holzstämme, die südlich vom Kiosk den Badestrand vom Weg abgrenzen, sollten ebenfalls bis zum Ende des Fuß- und Radweges weitergezogen werden. Allerdings auf Granitblöcken und abgeschnitten, sodass oben und unten eine gerade Fläche entstehe, so Sturm. 

Auf den Einwand von Martin Deuflhart (CSU), lieber mehr Geld für eine schönere Variante in die Hand zu nehmen, reagierte Sturm mit der knappen Haushaltskasse. Er empfinde die Lösung als „praktisch und günstig“. Kostenvoranschläge für die besprochenen Punkte sollen dem Gemeinderat oder dem Umweltausschuss baldmöglichst vorgelegt werden. Je nachdem, welches Gremium nach dem Angebotseingang zuerst tagt.Den Auftrag zur Umsetzung bekam die Verwaltung für die jetzige Personaltoilette, die zur öffentlichen Toilette umgebaut und mit einem Zeitschalter versehen werden soll. Das Kioskpersonal bekommt sein stilles Örtchen dort, wo derzeit noch ein Lager eingerichtet ist, beschloss der Ausschuss.

Von Michèle Kirner-Bernoulli

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