Gemeinsame Übung mit Echt-Einsätzen

Nach einem schweren Verkehrsunfall wird der Pkw-Fahrer geborgen und das Auto gelöscht. Auch die französischen Kameraden aus Dinard haben an der Übung im Starnberger Bauhof teigenommen. Foto: Feuerwehr und BRK

Starnberg – Eigentlich wollten sie gemeinsam mit ihren französischen Kameradinnen und Kameraden aus der Partnerstadt Dinard üben – etwa die Bergung Verletzter nach einem schweren Verkehrsunfall. Doch das Treffen im Starnberger Bauhof der Freiwillige Feuerwehr (FFW) Starnberg und der Ehrenamtlichen der BRK-Bereitschaft Starnberg wurde immer wieder von realen Einsätzen unterbrochen.

Aufregendes Wochenende: So mussten die Starnberger Feuerwehrler während des Übungsszenarios im Bauhof nach Percha ausrücken. Ein bereits vom BRK-Rettungsdienst versorgter Notfallpatient musste mit der Drehleiter aus seinem Wohnhaus gebracht, da ein Transport durch das Treppenhaus unmöglich war. Etwa später wurden sie von Leitstelle Fürstenfeldbruck gemeinsam mit dem BRK-Rettungsdienst in eine Starnberger Wohnung beordert, um dort eine leblose Person zu bergen. Insgesamt eine Woche waren 15 Feuerwehr- und Rettungsdienstkolleginnen und -kollegen aus dem französischen Dinard zu Gast in Starnberg. Neben vielen verschiedenen Unternehmung stand unter anderem ein gemeinsamer Übungstag mit der BRK-Bereitschaft auf dem Programm der Feuerwehrleute. Dabei war das gegenseitige kennen lernen genauso wichtig, wie der fachliche Austausch über Rettungs- und Löschmethoden und das jeweils verwendete Einsatzmaterial. Um die Besonderheiten der jeweils anderen Einheit besser zu verstehen, sind auf den Feuerwehr- und BRK-Fahrzeugen an diesem Tag neben der Starnberger Mannschaft zusätzlich auch noch französische Helfer zum Einsatz gekommen. Nach einer kurzen Besprechung wurde zunächst ein (simulierter) schwerer Verkehrsunfall im Bauhof versorgt und die „Verletztendarsteller“ und Puppen fachgerecht aus dem Autowrack gerettet und medizinisch versorgt. Ein bei dem „Unfall“ (angenommener) Fahrzeugbrand wurde von einem deutsch-französischen Feuerwehrteam umgehend gelöscht. Bei der zweiten Übung galt es, bei einem Wohnhausbrand nach einer Explosion mehrere Verletzte zu bergen. Als Übungsobjekt bot sich die alte Kreisgeschäftsstelle des BRK in der Kaiser-Wilhelm-Straße an, deren Hauptgebäude kurz vor dem Abriss steht. Hier konnten die gemischten Rettungsteams ihr Geschick unter Beweis stellen – etwa wie man Verletzte schnell aus einem brennenden Haus rettet und medizinisch versorgt. Markus Grasl, der BRK-Kreisbereitschaftsleiter, und Starnbergs Feuerwehrkommandant Christian Reichert sind mit dem Ergebnis der Übungen und dem Austausch mit den französischen Freunden hoch zufrieden. Zum Ausklang des erfolgreichen Übungstags wartete schließlich auf alle Helfer an die Wasserrettungsstation der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) in Possenhofen ein gemütlicher Grillabend.

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