Geschlossenheit bei der "Herrschinger Insel" und viel Lob für geleistete Arbeit

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Herrsching – Die Herrschinger Insel hat bewegte Jahre erlebt: Erst stellte die Gemeinde 2015 wegen angeblich zu hoher Rücklagen die Zuschüsse in Frage, dann traten drei Vorsitzende zurück. Angela Huss übernahm den Vorsitz – und zog sich im September des vergangenen Jahres ebenfalls zurück.

Ilse Onnasch übernahm die Führung, Monika Maisch von Irene Schmautz-Meier die Aufgaben des Kassiers. Es ist wieder Ruhe eingekehrt in den Verein, wie es auf der Jahresversammlung vergangene Woche deutlich wurde. Die überdurchschnittlichen Rücklagen stellten sich laut Beisitzerin Hannelore Doch als Fehler im System heraus. Positiv gestimmt blickte Onnasch in die Zukunft, war dankbar für die neuen Lagerräume im alten Postgebäude – und war „beeindruckt davon, was hier alles stattfindet“, lobte sie die rund 70 Ehrenamtlichen und Festangestellten nach dem Rechenschaftsbericht von Leiterin Barbara Maier-Steiger. Knapp 40 Mitglieder hatten sich heute auf den Weg gemacht, um im Gemeindehaus auf das Jahr 2016 zurückzublicken. Und die Zahlen sprechen für sich: In der Anlauf- und Koordinationsstelle bekamen Hilfesuchende in exakt 2.319 Gesprächen Auskunft. Fünf Mal berieten die Helfer Menschen in deren Zuhause und beantworteten 44 E-Mails. Der Großteil komme allerdings gerne persönlich vorbei, betonte die Sozialpädagogin. Nachdenklich stimmt, dass deutlich häufiger finanzielle Probleme der Gesprächsanlass sind. „Immer mehr Menschen kommen mit dem Geld, das ihnen zur Verfügung steht, einfach nicht mehr aus.“ Besonders betroffen sind Rentner, chronisch Kranke und Alleinerziehende, machte Maier-Steiger deutlich. Eine Situation, in der die Herrschinger Tafel oder die Schuldnerberatung hilft. Die enge Zusammenarbeit mit den 32 Vereinen, die Mitglieder der Insel, zeigt Wirkung. Weit weniger Anfragen als früher kamen von den Asylbewerbern. Hier leiste der Helferkreis hervorragende Arbeit. Ein großes Lob auch für das Repair-Café, wo zwei Drittel der hergebrachten Teile von den 50 Ehrenamtlichen auch repariert werden können. Dabei kämen schon mal Fragen wie, ob jemand bei ihnen zu Hause die Heizung reparieren könne. Natürlich nicht, lautet die Antwort. Auch die ISAR-Card, die Bedürftige sich für eine S-Bahnfahrt in der Bahnhofstraße 38 ausleihen können, wird gut angenommen. Finanziell schloss der Haushalt mit einem Plus ab. „Herzlichen Dank und weiter so“, spornte Vize-Bürgermeister Hans-Jürgen Böckelmann die Mitwirkenden nach den einstimmigen Wahlen an, in denen Hildegard Wienholt und Angela Ziegler als stellvertretende Vorsitzende bestätigt wurden. M. Kirner

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