Gewässerentwicklungskonzept

Vorwürfe an die Planer

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Herrsching – Ein so genanntes Gewässerentwicklungskonzept für den Ammersee erhitzt in den Anliegergemeinden die Gemüter.

Bei einer Präsentation in Herrsching mussten sich die Planer den Vorwurf der Rücksichtslosigkeit gegenüber den Menschen gefallen lassen. Bereits seit Jahren protestieren Anwohner des Ammersees gegen die zunehmende „unnatürliche“ Bepflanzung des Ufers. Die unter Reinhard Lidl gegründete Bürgerinitiative „Rettet das Ammersee-Ostufer“ befürchtet, dass den Menschen jeglicher Zugang zum See versperrt bleibt, sollte das in Kooperation des Wasserwirtschaftsamtes Weilheim, der Regierung von Oberbayern und der Schlösser- und Seenverwaltung über sieben Jahre erarbeitete Gewässerentwicklungskonzept gänzlich zum Tragen kommen. „Die Bevölkerung wird vom Ostufer ausgesperrt. Ein Naturschutzmodell mit einer rigorosen Aussperrung der naturinteressierten und erholungsbedürftigen Bürgerinnen und Bürger darf in Bayern keine Zukunft haben“, heißt es in einem Statement der Bürgerinitiative. Zumal Recherchen ergeben haben, dass das Ammerseeufer früher frei von Bäumen und Büschen war. Auf Druck, unter anderem durch Herrschings Bürgermeister Christian Schiller, war die Behörde nun aufgefordert, in den betroffenen Gemeinden das Konzept vorzustellen und die Bürger zu befragen. In Herrsching stürmten am Montag rund 80 aufgebrachte Zuhörer den Sitzungssaal im Rathaus und machten klar, dass durch übergeordnetes Maßregeln das Vertrauen in die Behörden verloren gegangen ist und dass über die Köpfe der Menschen gehandelt werde. Fazit der rund vier Stunden andauernden Diskussion: Laut der Sprecherin der Regierung von Oberbayern sind Einzelfalllösungen nicht möglich. Sollte Maßnahmen aus dem Konzept umgesetzt werden, müssten die dafür zuständigen Ansprechpartner von Fall zu Fall entscheiden. Offen ist zudem die Finanzierung. pop

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