Gewerbeschau Gilching

Roth warb für FOS/BOS

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Gilching – Schön langsam entwickelt sich die Gemeinde Gilching zur heimlichen Hauptstadt im Landkreis Starnberg. Zumindest in punkto Gewerbestandort hat die 18.000-Seelen Gemeinde die Nase vorne.

Am Wochenende präsentierte sich die Geschäftswelt im Rahmen einer Messe. Dass in der Gemeinde Gilching die Nachfrage nach Gewerbeflächen seit Jahren anhält, liegt unter anderem an der günstigen Anbindung an die Autobahn München-Lindau. Am Wochenende präsentierten 43 Aussteller in der Rathaus-Turnhalle im Rahmen der Leistungs- und Gewerbeschau ihr breit gefächertes Angebot. Unter den Besuchern war auch Landrat Karl Roth. Bei ihm bedankte sich Gastgeber Bernd Rothfuß, Vorsitzender des örtlichen Gewerbeverbands, für dessen „starke Verbundenheit“ zu Gilching. „Während sich in Berlin die CDU, CSU und SPD noch über eine Zusammenarbeit streiten, funktioniert hier bereits die große Koalition.“ Womit er auf die Unterstützung durch Roth beim Projekt Fach- und Berufsoberschule (FOS/BOS) anspielte, die wiederum auf Betreiben von SPD-Bürgermeister Manfred Walter bereits ihren Probeunterricht in Gilching aufgenommen hat. „Noch ist die FOS/BOS nicht in trockenen Tüchern“, mahnte Roth. Er appellierte deshalb an die anwesenden Gewerbetreibenden, sich aktiv mit einzubringen. „Nur, wenn alle das Projekt mittragen und das Handwerk, der Handel und die Dienstleister vor Ort auch entsprechend Ausbildungsplätze anbieten, kann es funktionieren. Ich bin aber unbesorgt darüber, dass es klappen wird.“ Großer Andrang herrschte an beiden Tagen am Stand der Gemeinde Gilching. Während sich vor zwei Jahren das Wasserwerk vorstellte, war heuer die Gemeindeverwaltung mit Bürgermeister Manfred Walter und Mitarbeitern der Verwaltung vertreten. Fragen wurden vorwiegend zum neuen Bürgerzentrum und zur Westumgehung gestellt. Wobei weniger der von vier Gruppierungen beantragte Bürgerentscheid Thema war, sondern grundsätzlich die Trassenführung interessierte. „Ich hab’ zwar immer gehört, dass es eine Umfahrung geben wird, wusste aber nie, wo genau diese geplant ist“, meinte eine Besucherin. „Die meisten Fragen aber kamen zu ganz persönlichen Problemen“, stellte Walter nach zwei Tagen fest. Da ging es um locker sitzende Kanaldeckel, um Zwetschgenbäume, dessen Zweige über den Zaun wachsen und um glitschiges Laub, das auf den Wegen liegt. „Es war die größte Bürgerfragestunde, die ich seit Amtsantritt miterlebt hatte“, stellte der Rathauschef am Sonntagabend zwar erschöpft, aber durchaus zufrieden fest. pop

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