Es gibt keine Alternativen

Die Straße von Wangen nach Schorn bleibt offen – eine Sperrung des schmalen Schorner Weges für Pkws, wie sie von einem Anwohner schon seit Jahren gefordert wird, ist rechtlich nicht zulässig. Allerdings sollen nun mobile „Schwellen“ dafür sorgen, dass Autofahrer die dort geltende Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h auch tatsächlich einhalten.

Bereits seit Jahrzehnten ist die Erschließung von Schorn immer wieder Thema. Alle Bemühungen der Stadt, das Gewerbegebiet weiter südlich über die große Durchfahrt unter der Autobahn und entlang des Friedhofes zu erschließen, haben nichts gebracht. Grund: Teilstücke der Straße befinden sich nicht im Eigentum der Stadt. „Die Verhandlungen mit den Grundstückseigentümern sind gescheitert“, informierte Bürgermeister Ferdinand Pfaffinger die Stadträte im jüngsten Hauptausschuss. Ergo: Die schmale nördliche Durchfahrt nach Schorn wird weiterhin gebraucht und kann nicht für den Verkehr gesperrt werden. „Das ist außer der Zufahrt über die Autobahn die einzige gesicherte Verkehrserschließung“, so August Ullmann. Es gebe keine anderen Alternativen. Außer dem Wasserwerk – das eine Sperrung befürwortet, weil ein erhöhtes Gefährdungspotential für die Wassergewinnung aufgrund des zunehmenden Verkehrs und des vielen Unrats besteht - waren alle anderen Stellen dagegen gewesen. Vor allem die Feuerwehren aus Starnberg und Wangen befürchten einen deutlichen Zeitverlust, wenn die Anfahrt über Neufahrn entlang der Autobahn erfolgen müsste. Tenor: Die geltende zehnminütige Hilfefrist könne bei Benutzung dieser Fahrstrecke keinesfalls eingehalten werden. Außerdem diene der Schorner Weg als Zufahrt für einen eventuell zu organisierenden Löschwasser-Pendelverkehr, der wegen der nicht zureichenden Löschwasserversorgung im Ortsteil Fercha über diese Straße stattfinden müsse. Einstimmig lehnten die Mitglieder des Hauptausschusses mangels rechtlicher Voraussetzungen die Sperrung der Straße ab – befürworteten aber „Schwellen“ zur Geschwindigkeitsbegrenzung. Außerdem wollen sie sich Gedanken machen, wie man das Gewerbegebiet zusätzlich erschließen könne, falls Schorn weiter wachse. Vizebürgermeister Ludwig Jägerhuber (CSU) hatte eine „vorausschauende Politik“ angemahnt: „In Schorn steckt einiges Potenzial“, so Jägerhuber. Wenn es dort eine Verdichtung gebe, müsse man sich ein Verkehrskonzept überlegen und dann unter Umständen auch Maßnahmen ergreifen. „Die jetzige Erschließung ist keine Zukunftslösung“, so der Vizebürgermeister. Stadtrat Winfried Wobbe (UWG) dachte kurz über eine Autobahneinfahrt in Höhe der Polizeidienstselle Oberdill als „Anbindungslösung“ nach.

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