Asylbwerber

Segen für die vier Wände

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Gilching – Noch ist Gilchings Pfarrer Christoph Lintz in Amt und Würden, auch wenn am Sonntag schon mal das Pfarrfest genutzt wurde, sich vom Pfarrgemeinderat und vielen Bürgern persönlich zu verabschieden.

Bis der Geistliche jedoch gänzlich seine Zelte abbricht, wartet noch viel Arbeit auf ihn. Zu seinen Aufgaben zählen aber nicht nur Dienste in der Kirche, er wird hin und wider auch persönlich ins Haus eingeladen. Zum ersten Mal jedoch bat ihn eine junge Mutter aus Eritrea, ihr neues Zuhause zu segnen. Dies sei in ihrem Heimatland so üblich und es bedeute ihr sehr viel, diese Zeremonie auch hier aufrecht zu erhalten, versuchte sie mit Handzeichen zu erklären. Nishity Hailmariym und ihr Mann waren aus Eritrea geflohen, weil ihn dort Gefängnis und Folter wegen Fahnenflucht erwartete. Im Süd-Sudan wurden sie beschossen und zwei ihrer älteren Söhne getötet. Lediglich Samuel, heute drei Jahre alt, und die noch ungeborene Zenat (ein Jahr) konnten mit der Mutter über die Sahara und Libyen und das Mittelmeer nach Italien und letztendlich nach Deutschland fliehen. Der Vater ist in Schweden gelandet, was über Facebook ermittelt werden konnte. Für die Segnung der Wohnung hat sich Nishity Hailmariym ihr schönstes Kleid angezogen. Und wie es Tradition in Eritrea ist, lud sie die Gäste zu einem Traditionsgericht ein, das mittels Finger eingenommen wurde. pop

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