Gilching: Schutz für Radfahrer und Fußgänger

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Gilching – Zufrieden zeigte sich die Polizeiinspektion Germering bei der diesjährigen Fahrradkontrolle in puncto Sicherheit in Gilching. Es seien zwar Mängel an den Rädern festgestellt worden, grundsätzlich ziehe man aber eine positive Resonanz.

Für mehr Sicherheit soll künftig auch die Verlängerung eines Schutzstreifens am Starnberger Weg beitragen. Stationäre wie auch mobile Kontrollen führten Beamte der PI Germering mit Unterstützung der Bayerischen Bereitschaftspolizei am Mittwoch in Gilching und Germering durch. „Zielsetzung war unter anderem die Sicherheit der Radfahrer, aber auch die der Fußgänger. Es wurden unsererseits entsprechende Flyer mit entsprechenden Tipps verteilt. Die Verkehrsteilnehmer haben sehr positiv auf unsere Aktion reagiert“, betonte Polizeihauptkommissar Roland Nist. Insgesamt seien in Gilching und Germering 40 Radfahrer kontrolliert wurden. Dabei wurden 19 Verstöße festgestellt und auch geahndet. „Ein Radldieb allerdings konnte nicht überführt werden“, stellte Nist fest. Das Thema Sicherheit für Radfahrer stand auch auf der Tagesordnung in der jüngsten Umwelt- und Verkehrsausschusssitzung in Gilching. Grünen-Gemeinderat Herbert Gebauer hatte Antrag gestellt, entlang der Straßen mehr Schutzstreifen anzubringen. „Von besonderer Bedeutung sind die Schutzstreifen am Starnberger Weg, stellt dieser doch eine Alternative zur dicht befahrenen Römerstraße dar“, erklärte Gebauer. Laut Alltagsradroutennetz (ARN) sollte die Infrastruktur für Fahrräder als vollwertiges Verkehrsmittel optimiert werden, unterstützte Jan Haas, Umweltbeauftragter der Gemeinde Gilching, den Antrag. Langfristiges Ziel sei grundsätzlich, den Verkehr vom Auto aufs Fahrrad zu verlagern. Wobei sich die Infrastruktur deutlich von der unterscheide, die für Touristen oder für Schulkinder nötig sei. „Durch die Schutzstreifen am Straßenrand ist auch für Pedelecs ganzjährig ein zügiges Vorwärtskommen gewährleistet.“ Bewährt habe sich mittlerweile am Starnberger Weg eine Teilmarkierung zwischen Gutenbergweg und Feuerwehrhaus. Nun soll der auf der rechten Seite angeordnete Schutzstreifen bis zur Weßlinger Straße fortgeführt werden. „Das hat auch den Vorteil, dass künftig nur noch auf einer Seite geparkt werden kann, was zu mehr Sicherheit für die Radfahrer führt, aber auch den Autofahrern entgegenkommt“, sagte Haas. Grundsätzlich wurden die Vor- und Nachteile von Radwegen beziehungsweise Schutzstreifen diskutiert. „Der Radfahrer denkt zwar, er sei auf einem Radweg sicherer unterwegs. Doch das täuscht“, weiß Haas. Der 44-jährige Familienvater radelt bekanntlich sommers wie winters und auch nachts bei Glatteis zwischen seinem Zuhause in Fürstenfeldbruck und der Arbeit in Gilching hin und her. „Wie schnell wird man auf dem Radweg von einem Autofahrer überholt, der rechts in die nächste Straße abbiegt und den Radfahrer dabei voll ausbremst. Fährt man aber innerhalb eines Schutzstreifens, nimmt einen der Autofahrer als gleichberechtigten Verkehrsteilnehmer wahr und wartet auch beim Abbiegen, bis der Radfahrer vorbei ist.“ Dem konnte auch das Gremium mit 7:2 Stimmen folgen. Eine Verlängerung des Schutzstreifens zwischen Karolinger Straße und Landsberger Straße jedoch wurde wegen ungünstiger Vorzeichen – unter anderem ist die Straße insbesondere bei der S-Bahn-Unterführung zu schmal - abgelehnt. pop

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