Gilchinger Umweltbeauftragter zieht positive Bilanz

Erfolgsprojekt Blumenpracht

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Gilching – Als trostlos wurde noch vor Jahren das Straßenbild von Gilching empfunden. Bis Herbert Gebauer (Fraktion Bündnis 90/Die Gründen) die Idee hatte, die Bepflanzung der Straßenränder zu beantragen.

Anfangs zwar skeptisch in Angriff genommen, haben sich die blühenden Straßenränder mittlerweile bewährt. Jan Haas, Umwelt- und Energiebeauftragter der Gemeinde zieht nach vier Jahren positive Bilanz.

Auf Antrag von Herbert Gebauer beschloss der Umwelt-, Verkehr- und Energieausschuss im November 2011, entlang der Straßenränder Blumenrabatte anzulegen. „Es gab zwar anfangs einige kritische Stimmen. Inzwischen aber wird die Maßnahme nur noch positiv gesehen“, erklärt Haas. Man habe aber auch nicht im Hauruck-Verfahren den Beschluss umgesetzt, sondern sich vorher intensiv informiert. „Ich hatte nicht nur für Gilching, sondern für den Landkreis eine Exkursion in die Gemeinde Haar organisiert. Haar ist bekannt für ein blühendes Ortsbild.“ Als Probefläche wurde in Gilching eine Fläche an der Kreuzung Karolinger Straße/Starnberger Weg ausgesucht und mit unterschiedlichen Samen von Blumen, die auch in der Natur vorkommen, bestückt. Mit Spannung wurde nun gewartet, was daraus wird. „Auf der einen Hälfte der Fläche ging der Samen auf, die andere Hälfte blieb von Blumen frei. Dies lag daran, dass auf einem Teil der Wiese immer wieder Autos geparkt hatten, deren Fahrzeuglenker einkaufen gingen.“ Doch Aufgeben war nicht im Sinne von Haas. „Wir mussten uns lediglich dem jeweiligen Standort anpassen und die richtigen Samenmischungen wählen. Es handelt sich vorwiegend um Feldblumen. Zwischen Kornblumen, Margeriten und Mohn ist da alles vertreten.“ Federführend für die Pflege ist Gemeindegärtner Bernhard Müller. „Unser Gartenmeister und sein Team haben sich richtig rein gehängt, experimentiert und reichlich Erfahrungen gesammelt. Der Erfolg kann sich sehen lassen. Die blühenden Straßenränder sind fester Bestandteil des gärtnerischen Konzeptes geworden und werden als solche gut von der Bevölkerung akzeptiert.“

Inzwischen sind es rund 15 Blumenflächen. Neu besamt wurden in diesem Jahr die Innenfläche des Kreisverkehrs am Starnberger Weg und diverse Flächen an der Weßlinger Straße, Am Römerstein und an der Münchner Straße. Auffallend sei, so Haas, dass sich dort, wo die Saat aufgegangen ist, immer mehr Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten aufhalten. „Für uns ist dies Anlass genug, weitere Flächen auszuweisen“, verspricht Haas. pop

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