vhs Gilching zieht Bilanz

vhs Gilching zufrieden mit Online-Lehre - Rückkehr zum Unterricht vor Ort bleibt aber großes Ziel

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Aufgrund der geltenden Beschränkungen finden die Kurse der vhs Gilching derzeit nur im virtuellen Klassenzimmer statt. Eine Rückkehr zur Präsenzlehre wird aber angestrebt.

Gilching - Viele Bildungseinrichtungen mussten wegen der Ausgangsbeschränkungen ihr Angebot komplett umstellen und bieten nun zahlreiche Kurse digital an. So auch die Volkshochschule (vhs) Gilching, die seit der Karwoche einen Großteil ihres Angebotes online anbietet.

Vom Italienischkurs für Fortgeschrittene bis hin zu Yogaübungen, die Körper und Seele in Einklang bringen, das Online-Programm der Gilchinger vhs ist vielfältig. „Seit dem Lockdown haben wir daran gearbeitet ein Online-Angebot aufzubauen“, sagt Liane Apel, stellvertretende Geschäftsführerin der vhs Gilching. Um die Dozenten für den Umstieg auf die virtuelle Lehre vorzubereiten, haben die vhs-Mitarbeiter eine Unmenge an Schulungen durchgeführt. Die ersten Trainingseinheiten fanden per "Skype" statt. Aktuell verwendet man die digitale Anwendung "Microsoft Teams", da diese aus datenschutzrechtlichen Gründen besser geeignet sei als die Applikationen anderer Anbieter. Laut vhs-Vorstand Michael Rappenglück ist man mit der digitalen Umrüstung sogar schon soweit, dass man bald Schulungsangebote für Unternehmen anbieten kann.

Präsenzlehre bleibt großes Ziel

Die Rückkehr zur Präsenzlehre bleibt aber das große Ziel, betont Rappenglück. Momentan findet wegen der Ausgangsbeschränkungen keine Präsenzlehre in den Räumen der vhs Gilching statt. Wenn aber der Schulbetrieb in Bayern ab Mitte Mai wieder Fahrt aufnimmt, dann hofft Michael Rappenglück, dass diese Regelung auch für andere Bildungseinrichtungen, wie beispielsweise die Volkshochschulen, gilt. Seine Kollegen und er sind sich allerdings bewusst, dass die Rückkehr zur Präsenzlehre nur unter bestimmten Voraussetzungen erfolgen kann. Um die Hygienevorschriften einzuhalten, arbeitet die vhs Gilching derzeit an einem sogenannten Ticketing-System, mittels dessen die Zahl der Kursteilnehmer vor Ort erfasst und je nach Bedarf auf das erforderliche Mindestmaß begrenzt werden kann.

Politik soll Volkshochschulen helfen

Wenngleich die Stimmung bei den Dozenten, Teilnehmern und Mitarbeitern derzeit wunderbar sei, wie Vize- Geschäftsführerin Liane Apel betont, weiß das Gilchinger vhs-Team um die finanziellen Auswirkungen, die eine länger anhaltende Krisensituation mit sich bringen würde. Bis Ende des Jahres sollten Lösungen gefunden werden, meint Michael Rappenglück. „Der Bereich der Erwachsenenbildung darf nicht vergessen werden. Der Freistaat Bayern hat die Aufgabe den Volkshochschulen zu helfen“, betont Christian Winklmeier, Assistent der vhs-Geschäftsführung. Sollten die Beschränkungen länger andauern, dann könnte es zu einem Sterben kleinerer Volkshochschulen kommen, befürchtet Michael Rappenglück.

Sozialer Austausch geht auch digital

Christian Winklmeier zieht, trotz allen Ungewissheiten, dennoch ein positives Fazit. „Die digitale Variante kann auch ein sozialer Austausch in besonderen Zeiten sein“. Für das Herbst-Semester sucht die vhs Gilching derzeit noch nach personeller Verstärkung im Lehrbereich. Informationen hierzu sowie zum digitalen Kursangebot findet man im Internet unter www.programm.vhs-gilching.org.

Von Florian Ladurner

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