Start ins Ungewisse

Gilchinger Abiturienten offiziell verabschiedet

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Die Abiturienten des Christoph-Probst Gymnasiums in Gilching erhielten ihre Abschlusszeugnisse heuer in ungewohnter Weise. Aufgrund der Corona-Pandemie und den daraus resultierenden Abstands-und Hygieneregeln, händigte Schulleiter Peter Mayer die Reifezeugnisse mit gebotenen Abstand aus.

Gilching - Trotz Corona lässt sich das Christoph Probst Gymnasium das Feiern nicht verderben. In fünf Durchgänge gestaffelt ließen die insgesamt 127 Abiturienten am Freitag ihren erfolgreichen Schulabschluss in der Aula hochleben. „Ein solches Ergebnis hatten wir lange nicht mehr. Es kann sich sehen lassen“, freut sich Schulleiter Peter Meyer und weiß, dass es die 128 zur Prüfung angetretenen Schüler nicht leicht hatten. Der Lockdown hielt die Abiturklassen rund um Ostern drei Wochen lang von der Schule fern. Mit viel Organisation konnten die Prüfungen dann drei Wochen später als geplant in kleinen Zwölfergruppen pro Klassenzimmer über die Bühne gehen.

Auf die Abschlussergebnisse wirkte sich die Coronakrise nicht aus. „Die Noten sind gut, etwas besser als die letzten Jahre“, sagt Meyer und verweist auf vier Abschlussbeste mit einer 1.0 sowie ein Drittel mit einer Eins vor dem Komma. Unter den Jahrgangsbesten auch Andrea Bork (1.0).  

Abiball fällt wegen "Corona" aus

Die 18-jährige Gilchingerin will nach kurzem Urlaub in Italien und Österreich noch diesen Herbst ihr Jurastudium antreten. Deutliche Abstriche mussten die Abiturienten heuer allerdings in Sachen Party machen. „Mir tut es wahnsinnig leid, dass sie keinen großen Abiball machen können“, so Meyer. Der im Vergleich zu den üblichen Abifeiern in der Turnhalle eher bescheidene Rahmen startete mit musikalischem Highlight. Marleen von Doesburg (Violine) nebst Streicherensemble stimmten bezaubernd schwungvoll den Csardás von Vittorio Monti an. Aufbruch ins Ungewisse Zu Zeiten wo der Mundschutz sich längst als Modeaccessoire etabliert hat, entlässt das CPG die scheidende Schülergeneration in eine ungewissen Zukunft. „Wo nichts unsicher schien, scheint auf einmal alles unsicher zu sein. Jede Krise löst Vertrauensverluste aus. Leben bedeutet, Ungewissheit anzunehmen. Macht Euch auf ins Ungewisse“, so der Schulleiter. 

Videobotschaft von Bürgermeister Walter

Auch Manfred Walter, der zum Publikum via Leinwand sprach, bezeichnete das Jahr 2020 als Herausforderung: „Die Covid-19-Pandemie verlangt uns sehr viel ab. Die Vorbereitungen auf das Abi waren sicher nicht einfach. Dass Sie trotz aller Widrigkeiten konzentriert geblieben sind und den höchsten Schulabschluss erreicht haben, verdient unseren höchsten Respekt.“ 

Humorvolle Abirede 

Im Rückblick auf das Jahresmotto 2012 (yolo – you only live once), gaben Selina Rieger und Raffael König ihrer Abi-Rede einen durchwegs humorigen Anstrich und stellten fest: „Einige der Lehrer haben es wirklich geschafft, uns zu besseren Menschen zu machen.“ Auch ihrem Sommer zu Hause, umgeben von Freunden und Familie, wollen die beiden jungen Redner nicht verteufeln: „Unser Abi war durch Covid-19 unheimlich geprägt. Vielleicht können wir dieser Krankheit etwas abgewinnen, das als Chance nehmen.“, sagten Rieger und König.

Von Nilda Höhlein

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