Gilchinger Haushalt verabschiedet

Es war eine Meisterleistung, lobte Bürgermeister Manfred Walter seine Mitarbeiter in der Verwaltung und Mitglieder des Finanzausschusses. Nach mehreren Sitzungen, langwierigen Diskussionen und aufwändigen Recherchen, wo mehr Einnahmen zu holen und Einsparungen möglich sind, wurde in der Ratssitzung in Gilching der Haushalt 2011 verabschiedet. Auch der Wirtschaftsplan 2011 für das Wasserwerk ging durch.

Der Verwaltungshaushalt schließt mit rund 26 Millionen und der Vermögenshaushalt mit 34,2 Millionen Euro ab.  Das Defizit im Gesamthaushalt inklusiv Wasserwerk macht 5,4 Millionen Euro aus. Drei Millionen werden aus den Rücklagen entnommen, über 2,4 Millionen Euro muss ein Kredit aufgenommen werden. Die Gesamtschulden gab Finanzchef Tilo Leister mit rund elf Millionen Euro an. Macht eine Pro-Kopf-Verschuldung von etwa 600 Euro. Richard Schlammerl (CSU) betonte, dass es kein Leichtes gewesen sei, bei den Vereinen die Zuschüsse zu kürzen und die Gebühren für Kindergärten und Krippen zu erhöhen. „Wir waren sehr moderat. Es blieb uns aber nichts anderes übrig, um nicht weiter die Rücklagen anzugreifen.“ Keine Zustimmung zum Haushalt gab es von den Freien Wählern. Georg Krieg räumte zwar ein, dass ein Großteil der finanziellen Probleme von außen kommt. „Die Bayerische Staatsregierung fasst viele Beschlüsse, die auf dem Rücken der Kommunen ausgetragen werden. Das Paket macht rund sechs Millionen Euro aus.“ Er monierte aber auch, dass in Gilching die Gewerbesteuer erhöht, zusätzliches Personal eingestellt und die Ansiedlung von Aldi als Steuerzahler verhindert wurde. Ihre Zustimmung zum Haushalt verweigerten außerdem Peter Unger und Kevin Akpomuje von den Grünen.  

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