Autoschau, Glücksrad und vieles mehr

Der Gilchinger Marktsonntag hat so einiges zu bieten

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American Football – die amerikanische Version von unserem Fußball.

Gilching – Es hat sich wohl herumgesprochen, dass der Gilchinger Marktsonntag einen Besuch wert ist. Entsprechend zahlreich waren die Besucher gekommen, die durch die tollen Angebote der geöffneten Läden und Stände schlenderten - und die umfangreiche Autoschau begutachteten, die für jeden Geschmack etwas bereit hielt.

Der Jeep für die abenteuerliche Fahrt über unbefestigtes Gelände, der SUV für Familien oder Modelle mit abnehmbarem Verdeck für sommerliche Tage. Menschentrauben umringten auf dem Marktplatz die Fahrzeuge und gerne saßen die Betrachter einmal in den komfortablen Sitzen Probe. 

Ein paar Meter weiter klebte ein ADFC-Mitglied einem jungen Herrn einen Aufkleber auf das Fahrrad. Das nenne sich „codieren“, erklärte ihm der freundliche Mann vom ADFC. Im Falle eines Diebstahles könne die Polizei das Rad anhand des Aufklebers wiedererkennen. Eine Familie zog vorüber. 

Schönes Wetter, tolle Stände, super Angebote und eine Autoschau, die sich sehen lassen konnte: Marktsonntag in Gilching.

Der Vater begutachtete interessiert das Innere eines Mercedes Benz, am Arm tanzte ein gold-roter Luftballon, während Töchterchen genüsslich von der giftgrünen Zuckerwatte abbiss. Der Duft von Bratwürsten und gebrannten Mandeln lag in der Luft, ein paar Neugierige scharten sich um den Weinstand. Hier baumelten Sonnenbrillen und Taschen an ihren Ständern, während sich dort Sommerkleider und Blusen in der leichten Brise wölbten. 

Der ADAC demonstrierte einer Mutter, wie sie den Nachwuchs sicher in seinem Sitz festschnallte. „Dieser Sitz ist lebensgefährlich“, sagte sie und deute auf eine Sitzerhöhung. Manch einer drehte am Stand vom Aktivpark einmal kräftig am Glücksrad – oder biss in die Apfelschnitze vom Bodensee, die der Nachbarverkäufer zum Kosten ausgelegt hatte.

Anziehungskraft übten die American Footballer aus, von denen ein Spieler gerade einem Brüderpaar den „supercoolen Sport“ erklärte. Eine in Fürstenfeldbruck angebotene Sportart, die ihn – den ehemaligen Fußballer – sofort infiziert habe. Was ihm gefiel? Der außergewöhnliche Teamzusammenhalt und das Auspowern auf dem Feld. Verletzungsgefahr? „Auch nicht mehr als andere Sportarten“. Spielen könne man das schon ab fünf Jahren. Noch ohne Körperkontakt, versteht sich. 

Motivation könnten auch die Cheerleader sein, die für das Foto eine Menschenpyramiden bauten. Da macht schon das Zuschauen durstig, könnten sich die Motorradfahrer gedacht haben, die sich im Café für die Weiterfahrt stärkten. Oder das Paar, das sich den Steckerlfisch teilte – oder die kichernden Jugendlichen, die ihre Schnäppchenkäufe neben der Bierbank abstellten und eine Cola schlürften. Herrlich so ein Marktsonntag – der gottlob im Herbst in Gilching erneut seine Zelte aufschlägt.

Von Michèle Kirner

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