Gilchinger Montessori-Schüler haben ihr neues Domizil in Besitz genommen

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Gilching – Es war ein jubelnder Einzug. In Gilching durften die Mädchen und Buben der Montessori Schule am Dienstag ihr neues Schulhaus in Besitz nehmen. Ihr altes Domizil an der Münchner Straße aber wird zum Hort umgebaut.

Es ist dem Protest vieler Bürger aus den Ortsteilen Argelsried und Geisenbrunn zu verdanken, dass das historischen Schulhaus an der Münchner Straße erhalten blieb. Ursprünglich nämlich beschloss der Gemeinderat kurzzeitig, es zugunsten der Montessori-Schule abzureißen und einen Neubau hinzustellen. Anlass war der steigende Bedarf an Klassenzimmern. In die ehemalige Volksschule in Argelsried waren die Montessori-Kinder im Jahr 2005 eingezogen. Die Schülerzahl lag bei 50 Buben und Mädchen. Doch schon bald stellte sich heraus, dass der Bedarf weit größer war, als es das Raumangebot hergab. Nun war guter Rat teuer. Ziel des Fördervereins als Betreiber der Einrichtung waren vier Klassen für insgesamt 100 Schüler. Beantrag wurde deshalb, die alte Volksschule, die in Gemeindebesitz ist, von Grund auf zu sanieren und durch einen modernen Anbau in Glasbauweise zu erweitern. Erste Proteste regten sich in Argelsried und Geisenbrunn, viele, die dort wohnen, besuchten selbst einmal die 111 Jahre alte Schule. Sie befürchteten durch den Anbau eine Zerstörung der ursprünglichen Struktur. 

Als Segen empfanden es die Kritiker, dass die Regierung von Oberbayern Zuschüsse versagte, da es nach Meinung der Obersten Baubehörde um eine Sanierung plus Erweiterung, jedoch um keinen Neubau gehe. Eine Förderung von rund 70 Prozent der Baukosten kommt aber nur in Frage, wenn komplett neu gebaut wird. Die Diskussion, das Gebäude abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen, wurde durch erneute Proteste im Keim erstickt. Viele Sitzungen und Gespräche folgten, bis Bürgermeister Manfred Walter in Kooperation mit dem Gemeinderat die Idee hatte, dem Förderverein für ein in Eigenregie finanziertes Schulhaus ein geräumiges Grundstück in Erbpacht zwischen James-Krüss-Grundschule und Kletterhalle zur Verfügung zu stellen. Der Förderverein stemmte die Finanzierung und stellte innerhalb eines Jahres einen komplett in Holz gehaltenen Neubau hin. Am Samstag war Einweihung, der Sonntag und Montag wurden genutzt, um aufzuräumen und letzte Verschönerungsarbeiten zu erledigen. Das alte Schulhaus in Argelsried aber wird zu einem Hort umgebaut und aufgerüstet. „Derzeit sind die Hortkinder in ehemaligen Gewerberäumen in der Lilienthalstraße untergebracht und müssen täglich von der James-Krüss-Grundschule bis ins Gewerbegebiet mit dem Bus gefahren werden. Sobald das Schulhaus in Argelsried saniert und dem Bedarf angepasst ist, wird umgezogen. Dann können die Schüler zu Fuß in ihren neuen Hort gehen“, erklärte Gilchings Bauamtsleiter Max Huber auf Anfrage. pop

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