Gilchinger Sanierungsfall

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Gilching – Arg traurig sieht die Kugel am Gilchinger Marktplatz derzeit aus.

Wie berichtet, wird das Symbol der Freundschaft zwischen Gilching und der italienischen Gemeinde Cecina von Grund auf saniert. Wie von Kritikern befürchtetet, hat das Holz den Witterungseinflüssen nicht standgehalten. „Leider hat sich bewahrheitet, was damals schon befürchtet worden war“, erinnert sich Gudrun Müller, Vorstandsmitglied im Verein Cecina. Experten hatten von Anfang an befürchtet, dass die Hülle aus Parkettbrettern rund um das Gerüst aus Stahl ein schwieriges Unterfangen werden wird. Zwei von drei hiesige Firmen hatten deshalb abgelehnt, sich an der Ausschreibung zu beteiligen. Es kam, wie es kommen musste. Schon nach kurzer Zeit fingen die Parkett-Bohlen an, sich zu verziehen und letztendlich auch zu faulen. Ende August wurde die zehnjährige Skulptur nun abgebaut und zur Grundsanierung an eine Gilchinger Firma übergeben. Bürgermeister Manfred Walter sieht nichts Ungewöhnliches in der Maßnahme. Zumal sich die Sanierungskosten in Höhe von 6.000 Euro im Rahmen halten. „Es sind ja grundsätzlich Unterhaltskosten für den Marktplatz im Haushalt vorgesehen. Dazu zählt auch die Instandsetzung des Wahrzeichens.“ In einer aufwändig gestalteten Broschüre anlässlich der Einweihung der Kugel im Jahr 2007 kommentierte der damalige Bürgermeister Thomas Reich die in die Höhe geschossenen Kosten von genehmigten 45.000 Euro auf rund 100.000 Euro mit der künstlerischer Freiheit: „Es ist gut, wenn über Kunst diskutiert wird, auch kontrovers diskutiert wird. Es ist eine Aufgabe der Kunst, Diskussionen auszulösen und zum Nachdenken anzuregen.“pop

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