Gilchinger Tafel im neuen Look

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Gilching – Die Gilchinger Tafel wurde einer Verschönerungskur unterzogen. Neue Böden, frisch gestrichene Wände und ausreichend Kühlmöglichkeiten und Regale erleichtern nun das Arbeiten. Finanziert wurde die Maßnahme durch Spenden und durch einen Zuschuss der Gemeinde.

Ursprünglich hofften die Organisatoren der Gilchinger Tafel, neue und größere Räume zu bekommen. Zumal die Nutzer immer mehr wurden und die drei Zimmer in der alten Keck-Villa am Bahnhof aus allen Nähten platzten. Doch der Traum, in den geräumigen Sitzungssaal des alten Rathauses umzuziehen, ließ sich wegen anderweitiger Pläne nicht umsetzen. „Uns wäre auch schon geholfen, wenn die Räumlichkeiten hier in der Villa renoviert würden“, sagte Gudrun Müller, seit 2003 federführend für die Einrichtung zuständig. Gegründet wurde die Tafel im November 1999, vor wenigen Jahren begab sich die Tafel unter das Dach der Arbeiterwohlfahrt (AWO), um auch Spendenquittungen auszustellen. Waren es vor zehn Jahren noch 30 bedürftige Bürger, die sich einmal die Woche mit Lebensmittel, Hygieneartikel und Kleidung eindeckten, hat sich die Zahl mittlerweile verdoppelt. Um ein unnötiges Gedränge zu vermeiden, werden die Nutzer in drei Gruppen aufgeteilt. Erst kommen die Mütter mit Kleinkindern dran, dann Menschen mit Behinderungen und der Rest zuletzt, erklärt Müller. „Wir haben auch viele Asylbewerber und anerkannte Flüchtlinge. Dabei handelt es sich aber um Menschen, die von Anfang an in Gilching waren und die wir auch gut kennen.“ Einen Stopp gab es für die 144 Asylbewerber, die neu in die Container-Anlage an der Landsberger Straße eingezogen sind. „Das hätten wir nicht mehr geschafft. Außerdem bekommen die Bewohner Geld, um sich selbst zu verpflegen“, betont Müller. Unterstützt wird die Tafel von rund 20 Ehrenamtlichen. Obwohl die Regale voll scheinen, fehlt es doch an diversen Nahrungsmitteln, insbesondere aber an Molkereiprodukten. „Für uns ist ja der Tengelmann als Lieferant weggefallen. Der Nachfolger Netto hat zwar schon eröffnet und auch versprochen, uns zu unterstützen. Doch die Ware wurde ja erst angeliefert, deshalb müssen wir abwarten, bis das Verfallsdatum der Lebensmittel kurz bevorsteht oder schon erreicht wurde.“ Was nicht mehr angenommen wird, ist gebrauchte Kleidung, sagt Müller. „Die haben wir im Überfluss bekommen und sie hat auch sehr viel Platz weggenommen. Wir sammeln nur noch, wenn Bedarf besteht und dann auch nur das, was definitiv gebraucht wird.“ Stolz zeigt sich Müller bei einem Rundgang auf die Kühl-Theke, diverse Regale und auf die Kühl- und Gefrierschränke, die alle neu angeschafft wurden. Dank gilt der Gemeinde, die das Vorhaben großzügig unterstützte. Müller: „Ohne deren Zutun hätten wir es nie geschafft.“ Geöffnet hat die Tafel jeden Mittwoch von 13 bis 16.30 Uhr. Das Spendenkonto bei der Raiffeisenbank hat die Kontonummer DE 51701693820000069779.pop

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