„Wann dürfen wir wieder golfen?“

Ein Sport mit Mindestabstand

Golfanlage Starnberg Golfclub Golfer
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Ein Sport mit Mindestabstand: Golf.

Starnberg - Die derzeitige Sperrung der Golfanlagen für den Golfbetrieb ist für für die Golferinnen und Golfer eine traurige Einschränkung. Leider muss das Golfspiel auch noch ein wenig warten, denn die Mutation des Covid-19 Erregers hat die Bund-Länder-Vertreter am 19. Januar veranlasst, den Lockdown bis zum 8. März zu verlängern. Das bedeutet auch, da die Bayerische Staatsregierung zum derzeitigen Zeitpunkt zu keinen Lockerungen bereit ist, dass der Betrieb der Golfanlage und die Nutzung für das Golfspiel bis einschließlich 8. März untersagt ist.

Der Golfclub Starnberg setzt sich daher mit Nachdruck für eine Öffnung der Golfanlage ein und hat auch eine Menge an Maßnahmen ergriffen. Laut einer Mitteilung vom Mittwoch sei man bereits im engen Kontakt mit dem Landratsamt Starnberg. Das Landratsamt verweist allerdings bei Telefonaten an die Regierung von Oberbayern als Aufsichtsbehörde, diese wiederum verweist an die Landesregierung. Keiner wolle sich die Finger verbrennen und Entscheidungen treffen.

Ein Antrag auf Eröffnung ist bereits an die Regierung Oberbayern gestellt.

Es versteht sich eigentlich von selbst, dass in schwierigen Zeiten die verschiedenen Gruppen solidarisch miteinander umgehen und auch die Golfer sind dazu bereit. Dazu bedarf es allerdings einheitlicher Regeln für alle, die in keiner Weise irgendwo zu sehen sind.

Es darf zwar nicht Golf gespielt werden, aber als Schnee lag, konnten auf der gesperrten Starnberger Anlage Langläufer ohne jede Beschränkung ihrem Vergnügen nachgehen. Der Parkplatz war voll wie bei normalem Golfbetrieb. In den offiziellen Begründungen für die Schließung der Golfanlagen gilt gerade der Weg vom Parkplatz zum Abschlag als größtes Risiko für Golfer. Beim Wintersport ist das scheinbar nicht der Fall.

Golf ist ein Sport, der gesundheitsfördernd ist und bei dem der Abstand nie unter 1,5 Meter ist, da es ansonsten gefährlich wird. Golfanlagen sind mitnichten der Nabel der Welt, nicht in normalen Zeiten, erst recht nicht in Pandemiezeiten. Aber geschlossene Golfanlagen sind ein schreiendes Beispiel dafür, wie sehr eine Behörde den Blick für die Realität verlieren kann. Für die privatwirtschaftlich betriebenen Anlagen ist die de facto Stilllegung schlimm. Denn Geld mit Golf zu verdienen, ist schon in guten Zeiten schwer genug. Schlimmer noch ist der Vertrauensverlust der Bürgerinnen und Bürger in den Staat und seine Behörden, wenn diese den Menschen nicht mehr erklären können, was sie tun, heißt es in der Mitteilung der Starnberger Golfer.

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