Ab 4. Mai gibt es Lockerungen - Gaststätten bleiben aber geschlossen

Gottesdienste und der Gang zum Friseur wieder erlaubt - bayerisches Kabinett beschließt Lockerungen

+
Ministerpräsident Markus Söder gab am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz bekannt, dass ab Montag, 4. Mai, der Besuch von Gottesdiensten und der Gang zum Friseur wieder erlaubt seien.

Landkreis- Das bayerische Kabinett hat seine Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie im Freistaat bis zum 10. Mai verlängert. Das gab Ministerpräsident Markus Söder am Dienstag auf einer Pressekonferenz bekannt. Allerdings wird es ab Anfang Mai ein paar Lockerungen geben, was vor allem Gläubige wie auch Händler und andere Dienstleister im Landkreis freuen dürfte. 

Lange Haare sollen ab Montag, 4. Mai, der Vergangenheit angehören, denn ab diesem Zeitpunkt dürfen Coiffeure ihre Läden wieder öffnen. Fußpfleger gehören ebenfalls zu jener Gruppe von Dienstleistern, die von der bayerischen Staatsregierung grünes Licht bekommen haben und somit ihre Praxen wieder aufsperren dürfen. Gleiches gilt auch für Physiotherapeuten. Der sonntägliche Besuch des Gottesdienstes wird für Gläubige ebenso wieder möglich sein, wie Söder im Rahmen der Pressekonferenz mitteilte. Allerdings dürfen die Messen nur unter strenger Einhaltung bestimmter Hygienevorschriften abgehalten werden. Das Tragen von Mund-und-Nasenmasken ist ebenso Pflicht, wie ein Mindestabstand von zwei Metern. Die Dauer der Gottesdienste darf 60 Minuten nicht überschreiten. 


Verwaltungsgericht kassiert Regelung - großflächige Läden dürfen wieder öffnen

Bereits zu Wochenbeginn wurde ein vom bayerischen Kabinett erlassener Beschluss vom Verwaltungsgerichtshof als verfassungswidrig erklärt. Laut den Richtern verstoße die Regelung, welche besagt, dass Läden mit einer Fläche über 800 Quadratmeter geschlossen bleiben müssen, gegen den Gleichheitsgrundsatz. Seit  Dienstag, 28. April, haben demnach auch wieder größere Geschäfte ihre Türen für Kunden aufgesperrt. Das Angebot dürfe aber, laut Staatsregierung, nur auf einer verkleinerten Verkaufsfläche angeboten werden. Überdies darf sich in einem Geschäft nur ein Kunde pro 20 Quadratmeter aufhalten. Zusätzlich gilt auch noch die Maskenpflicht. 

Grundordnung wird teilweise wieder hergestellt

Ab kommenden Montag, 4. Mai, darf auch wieder von einem wichtigen Grundrecht, dem Gebot der Versammlungsfreiheit. Gebrauch gemacht werden. Um das Infektionsrisiko allerdings so gering wie möglich zu halten, sind maximal 50 Teilnehmer pro Kundgebung erlaubt. Der Mindestabstand von einem Meter muss zudem eingehalten werden. 


Gastronomie muss sich noch gedulden

Gaststätten und Hotels sind von den Lockerungen derzeit noch ausgeschlossen. Für Ministerpräsident Söder ist eine Öffnung der Gastronomie erst in den nächsten Wochen realistisch. "Das konkrete Datum können wir noch nicht nennen", erklärte Söder. Die Schulen in Bayern sollen am Montag, 11. Mai, starten. neben den Abschlussklassen ist auch die Wiederaufnahme des Unterrichts für Viertklässler angedacht. 

Einreise-Quarantäne-Verordnung bis 10. Mai

Verlängert wurde bis zum Sonntag, 10. Mai, auch die Bestimmung, dass Personen, die von einem Staat außerhalb der Bundesrepublik Deutschland nach Bayern einreisen, sich 14-Tage in häusliche Quarantäne begeben müssen. 

Von Florian Ladurner

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Gastronomie im Kreis Starnberg: Gewerkschaft appelliert Corona-Krise als Chance zu nutzen
Gastronomie im Kreis Starnberg: Gewerkschaft appelliert Corona-Krise als Chance zu nutzen
Katastrophenfall in Bayern ausgesprochen: Notmaßnahmen für nächste 14 Tage
Katastrophenfall in Bayern ausgesprochen: Notmaßnahmen für nächste 14 Tage
Die Maskenpflicht im Landkreis kommt: Tücher und Schals sind auch erlaubt
Die Maskenpflicht im Landkreis kommt: Tücher und Schals sind auch erlaubt
Landrat Stefan Frey präsentiert neues Schul-Förderprogramm zum Thema Nachhaltigkeit 
Landrat Stefan Frey präsentiert neues Schul-Förderprogramm zum Thema Nachhaltigkeit 

Kommentare