Im Lockdown vereint

Gräfelfinger Umwelt- und Gemeinwohlpreis geht an »Plastikfrei Feinkost genießen« und »Unser Würmtal GmbH«

Würmtaler Geschenkideen Bürgermeister Menschen Schnee
+
Den zweiten Platz bekam „Unser Würmtal GmbH“ für die Webseite wuermtal-angebot.de. Unser Foto zwigt (v.l.) Thomas Steiner, Jürgen Haubeil, Katja Dittmar, Carsten Schmitz und den Gräfelfinger Bürgermeister Peter Köstler.

Gräfelfing – Ethisches, verantwortungsvolles Unternehmenshandeln, auch über das eigene Kerngeschäft hinaus, gewinnt an Bedeutung in unserer Gesellschaft. Mit dem Umwelt- und Gemeinwohlpreis sollen derartige Initiativen von Gräfelfinger Unternehmen gewürdigt werden.

Gleichzeitig ist es der Gemeinde ein Anliegen, diese in der Öffentlichkeit darzustellen und bekannt zu machen als Signal in die Gesellschaft, aber auch als Vorbildwirkung für die Unternehmerschaft.

Um den Preis haben sich fünf Gräfelfinger Unternehmen beworben. Der erste Platz geht an die Initiative „Plastikfrei Feinkost genießen“ von den drei Unternehmen Jaegers FeineKost, Käse Weine & Spezialitäten Sturm und Sandro’s Frutteria. Den zweiten Platz belegt die Unser Würmtal GmbH für die Erstellung der Seite „wuermtal-angebot.de“ im ersten Lockdown im Frühjahr.

„Wir freuen uns sehr, dass fünf Bewerbungen um unseren neu etablierten Preis eingegangen sind. Neben der Würdigung des Engagements dieser Unternehmen ist es uns ein Anliegen, solche Initiativen bekannter zu machen – und im besten Fall zur Nachahmung anzuregen“, sagte Bürgermeister Peter Köstler über den Preis. „Wir, die Mitglieder der Jury, waren beeindruckt von dem Engagement und haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht.“

Die Jury bestand aus den Mitgliedern des Umwelt-, Energie- und Mobilitätsausschuss (neun waren anwesend), einer Vertreterin des GWÖ (Gemeinwohl-Ökonomie) Bayern e.V. und ehemalige Unternehmensgründerin, der Umweltbeauftragten Dr. Lydia Brooks und der Wirtschaftsförderin Sabine Strack der Gemeinde Gräfelfing.

Platz 1 ging an Jaegers FeineKost, Käse Weine & Spezialitäten Sturm, Sandro’s Frutteria. Mit der Initiative „Plastikfrei Feinkost genießen“ tragen die drei Unternehmen dazu bei, Verpackungs-Müll zu reduzieren. Sie ersetzen Einweg-Verpackungen für das „To-go-Geschäft“ von Feinkost durch Pfandgläser. Durch die Kooperation können die Kundinnen und Kunden die Gläser in allen drei Geschäften zurückgeben. Die Initiative wünscht sich, dass sich weitere Geschäfte anschließen. Durch das gemeinsame Vorgehen sind Vorbildwirkung und Durchschlagskraft der Idee ungleich größer als sie es bei einzelnen Initiativen wären. Das Preisgeld beträgt 3.000 Euro. Unser Würmtal GmbH landete auf Platz 2: Die Seite „wuermtal-angebot.de“ wurde zu Beginn des ersten Lockdowns im Frühjahr durch das Startup Unser Würmtal GmbH in kürzester Zeit online gestellt. Auf dieser Seite konnten die Würmtaler Unternehmen kostenfrei ihre besonderen Services und Lieferangebote im Lockdown bekanntmachen. Auch in den Social-Media-Kanälen wurden diese Leistungen und Angebote verbreitet. Das junge Unternehmen stellte seine „eigentliche Arbeit“ – die Vorbereitung eines Portals für das Würmtal – für eine Zeit lang zurück, um mit der Seite „wuermtal-angebot.de“ eine Unterstützung für die lokalen Unternehmen aufzubauen. Das Preisgeld beträgt 1.000 Euro.

Die weiteren Preisträger sind die Philip Morris GmbH mit Initiativen im Umweltbereich; die TOPTICA Photonics AG mit der Unterstützung für den Verein Helfende Hände e.V. sowie die Wittmann Entsorgungswirtschaft GmbH, die sich unter anderem bei der Freiwilligen Feuerwehr Gräfelfing seit vielen Jahren engagiert.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Corona im Landkreis Starnberg: Datenpanne beim RKI - 7-Tages-Inzidenz steigt von 30 auf über 50
Corona im Landkreis Starnberg: Datenpanne beim RKI - 7-Tages-Inzidenz steigt von 30 auf über 50
Skirennläuferin Kira Weidle hat das Rennrad für sich entdeckt
Skirennläuferin Kira Weidle hat das Rennrad für sich entdeckt
Vermisstensuche in Gauting: 87-Jähriger wohlauf
Vermisstensuche in Gauting: 87-Jähriger wohlauf
Schönes Wetter: Stege an Starnberger- und Ammersee werden gesperrt, Zahl der Infizierten im Landkreis steigt auf 375
Schönes Wetter: Stege an Starnberger- und Ammersee werden gesperrt, Zahl der Infizierten im Landkreis steigt auf 375

Kommentare