Umweltausschuss

Graffiti und Parkplätze im Wald

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Weßling – Seeblick, Schilderwald, Graffiti, Parkplätze im Wald und Schutz des reinigenden Schilfes: Darauf könnte man die Umrundung des Weßlinger Sees zusammenschneiden, zu der der Umweltausschuss kürzlich aufrief. Treffpunkt war der Kiosk am See - und wurde gleich das erste Thema der Umweltschützer.

Vize-Bürgermeister Michael Sturm deutete auf Graffitis am Holz. Die müssen weg. „Das Bauwerk ist in die Jahre gekommen und ich würde vorschlagen, dass man das komplette Gebäude streicht und die Betondecke dampfstrahlt.“ Die mit Reisnägeln willkürlich befestigten Plakate an den Wänden stießen ebenso wenig auf Gegenliebe wie die Bemalung. Dem soll eine Plakatwand Abhilfe verschaffen. Den nächsten Stopp legte der Ausschuss am Eingang zum Badestrand bei der Unteren Seefeldstraße ein. Zwei nur wenige Meter voneinander entfernte Schilder fordern einmal Leinenzwang und einmal ein Hundeverbot. Verwirrend? Nein, beschloss der Ausschuss, denn eines betreffe den Weg, das andere den Badestrand. Überhaupt werden die Hundehalter beim Spaziergang gleich mehrfach ermahnt, ihren Vierbeiner an die Leine zu nehmen. Die dürfen bleiben. Anders ist das mit dem Schilderwald an der freien Wiese, wo der Seeweg beim Park. Da hebt eines das andere auf. Einmal ist zu lesen „Die Benutzung des Sees und der Badeanlage erfolgt auf eigene Gefahr“ und genau daneben „Lagern und Baden ist nur am ausgewiesenen Badestrand rechts und links vom Kiosk gestattet“. Ersteres muss nun weichen. An das Verbot halte sich eh keiner, warf Roland Rebay von Ehrenwies (CSU) ein. Hier werde oft bis tief in die Nacht gefeiert. Nicht gerade zur Freude der Anwohner. Selbiges Schicksal erleiden die Anlieger rund um die Hans-Schotten-Hammel-Gasse, denn die unterhalb liegende Parkbank habe sich zum In-Platz entwickelt, so Sturm. „Hier räumt die Gemeinde öfter auf.“ Für die Nachtruhestörung sei die Polizei zuständig. Peter Weiß (FW) ärgerte die Parkerei Am Karpfenwinkel. „Wollen wir, dass da ein Parkplatz ist“, fragte er provokativ. „Eigentlich ist das ein Wald!“ Auch führen viele bei der Straßenverengung über die Randsteine. Gepflanzte Büsche, Hainbuchen und Querbalken sollen fortan beides verhindern. Und damit die Besucher, die einen legalen Parkplatz gefunden haben, den See auch sehen können, und gleichzeitig das Schilf besser wachsen kann, wird im Winter die eine oder andere Stelle ausgelichtet. Allerdings erst bei Bodenfrost. „Sonst zerstört man beim Schneiden das Schilf“, erklärte Sturm. Schilf und Büsche, die in die Gehhilfe in den See hinein wuchern, werden abgeschnitten. Und die Fällung der Fichte beim großen Tor am Seehäusl hat der Förster verordnet. Sie sei vom Käfer befallen. mk

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