Lob für die "großartige Arbeit"

Die Kinder des „Zirkus Gniztut“ begeisterten die vielen Gäste beim der 40-Jahr-Feier der Lebenshilfe Starnberg. Foto: Jaksch

40 Jahre ist es nun her, dass sich Eltern behinderter Kinder zusammenschlossen und den „Verein Lebenshilfe für geistig und körperlich Behinderte Kreisvereinigung“ gründeten. Mit einem großen Fest feierte die Lebenshilfe Starnberg am vergangenen Freitag ihren runden Geburtstag. Neben Landrat Karl Roth war auch Landtagspräsidentin Barbara Stamm sowie Robert Antretter, MdB a.D. und Vorsitzender Bundesvereinigung der Lebenshilfe, gekommen, um persönlich zu gratulieren.

Zwei Mädchen, die von allen Einrichtungen abgewiesen worden waren, hatten den Ausschlag geben, dass Eltern vor 40 Jahren selbst die Initiative ergriffen und am 28.Januar 1971 den Verein Lebenshilfe Starnberg gründeten. Aus der einstigen „Selbsthilfegruppe“ von betroffenen Eltern behinderter Kinder ist inzwischen ein modernes Dienstleistungsunternehmen geworden. Heute betreuen über 200 Mitarbeiter rund 700 Kinder, Jugendliche und Erwachsene in 15 Einrichtungen im Landkreis Starnberg. Trotz der Größe der Lebenshilfe wolle man eine Selbsthilfegruppe bleiben, versicherte Werner Blank, Vorstandsvorsitzender der Lebenshilfe Starnberg. Festredner Robert Antretter bescheinigte dem Geburtstagskind, „Beispielsloses“ geleistet zu haben. Die Lebenshilfe sei „noch lange nicht am Ende des Weges“. Denn das Ziel sei noch nicht erreicht, dass Behinderte selbstverständlich dazu gehören. Antretter warnte vor einer Gesellschaft, die als einzigen „Wert nur noch Wirtschaftlichkeit und Effizienz“ kenne. 97 Prozent sind laut Antretter erst im Laufe ihres Lebens behindert geworden. Viel Lob für die „großartige Arbeit“ gab es auch von Barbara Stamm. Die Landtagspräsidentin, die auch Vorsitzende des Lebenshilfe-Landesverbandes ist, kam extra für das Geburtstags-Fest aus Würzburg, um ihre Glückwünsche persönlich zu übermitteln. In ihrer Rede erinnerte sie daran, dass eine Gesellschaft an ihrer Humanität und Menschlichkeit gemessen werde. Stamm plädierte für die „rechtzeitige Frühförderung behinderter Kinder. „Das Geld,was da ausgegeben wird, kann man später vielfach einsparen“, so Stamm. Sie erinnerte daran, dass es erstmals seit dem Nazi-Regime eine ältere Generation an behinderten Menschen geben würde. Für Kurzweil während der 40-jahr-Feier sorgte zum einen die Francis-Band mit ihren fetzigen Rhythmen sowie zum anderen der Zirkus Gniztut, bei dem Kinder aus dem HeilpädagogischenHort aus Breitbrunn mit Raubtier-Dressuren -Einrad-Einlagen sowie mit Muskelmännern und chinesischen Seifenbläsern die Gäste begeisterten.

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