Grundsteinlegung für das Caritas-Haus Marienstift in Gauting

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Gauting – „Gauting bekommt sein Caritas-Haus Marienstift zurück“, sagte Thomas Schwarz, Vorstand des Diözesan-Caritasverbands München und Freising, bei der Grundsteinlegung für die neuen Gebäude in der vergangenen Woche. Die drei nun begonnenen Neubauten ersetzen das 1969 erbaute Marienstift, das den Anforderungen einer modernen Altenpflege nicht mehr entsprach.

Zur offiziellen Grundsteinlegung des neuen Caritas-Hauses kamen Vertreter der Gemeinde Gauting, der Kirchen, der beteiligten Baufachleute und Kooperationspartner der Caritas. Im Rahmen einer kleinen kirchlichen Feier mit Caritasdirektor Prälat Hans Lindenberger und dem Pfarrer von Gauting, Otto Gäng, wurde der Segen über das Bauvorhaben und die mitwirkenden Menschen gesprochen. „Der Grundstein ist für uns ein Symbol für Jesus Christus. Er ist unser geistiges Fundament und leitet uns in der Caritas der Kirche“, sagte Lindenberger. In eine so genannte Zeitkapsel wurde die Urkunde zum Bauprojekt, der Bauplan, Zeitungen, Euro-Münzen als gängige Zahlungsmittel und aktuelle Informationen zum neuen Caritas-Haus Marienstift eingefüllt. Auf der Urkunde befinden sich zeitgeschichtliche Informationen. Zum Beispiel werden der amtierende und der bereits gewählte neue Bundespräsident, der Erzbischof, der zu Baubeginn das Erzbistum München und Freising leitet, und die Bürgermeisterin von Gauting aufgeführt. Aufgrund des anhaltenden Regens fand der Empfang ausschließlich im Gautinger Rathaus statt. Der Grundstein mit der Zeitkapsel wird zu einem späteren Zeitpunkt in dem Gebäude eingemauert. Das Altenheim Marienstift werde nicht einfach ersetzt, sagte Schwarz. Die Caritas baue ein Haus, das den heutigen Bedürfnissen älterer Menschen und den aktuellen gesetzlichen und fachlichen Anforderungen gerecht werde. „Jeder alte Mensch soll möglichst so leben und wohnen, so betreut und auch gepflegt werden, wie es seinen individuellen Bedürfnissen entspricht“, so Schwarz. Dafür brauche es differenzierte, vielfältige Angebote, die die Caritas in Gauting verwirklichen wolle. Im Herbst 2018 sollen die ersten Bewohner einziehen können. Auf dem Gelände an der Schulstraße werden ein Haupthaus und zwei Nebenhäuser entstehen, wie Doris Schneider, Geschäftsführerin der Caritas-Altenheime, erläuterte. Im Haupthaus wird es im Erdgeschoß großzügige Räume für die Tagespflege mit Aufenthaltsraum, Ruheräumen, Therapieraum und eigener Terrasse geben. Im ersten und zweiten Stock wird die stationäre Pflege mit vier Wohngruppen eingerichtet und im dritten Stock entstehen Appartements für Betreutes Wohnen. Gegenüber dem Haupthaus befinden sich zwei dreigeschossige so genannte Punkthäuser mit 30 Zwei-Zimmerwohnungen für Betreutes Wohnen. Insgesamt wird es 51 Plätze in der vollstationären Pflege, 20 Plätze in der Tagespflege und 47 Wohneinheiten im Betreuten Wohnen geben. „Mit dem Angebot der ambulanten Pflege für die Senioren im Betreuten Wohnen und in der Gemeinde Gauting ist die Versorgung für gutes Leben im Alter dann gut aufgestellt“, so Schneider. Das Caritas-Altenheim St. Gisela in Gräfelfing übernehme bereits jetzt ambulante Pflege in Gauting. Nach Fertigstellung des Marienstifts gebe es in Gauting einen eigenen Stützpunkt für die ambulante Pflege. sb

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