Grundsteinlegung für den Neubau des Feldafinger Benedictus Krankenhauses

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Feldafing – Geschafft: Sechs Jahre nach der ersten Vision konnte endlich die symbolische Grundsteinlegung für den Neubau des Feldafinger Benedictus-Krankenhauses auf dem Bundeswehrgelände erfolgen.

„Das ist ein besonderer Tag für uns, denn nun werden unsere Träume nach und nach Gestalt bekommen“, freute sich der Geschäftsführer der Benedictus-Krankenhäuser in Feldafing und Tutzing, Simon Machnik, dass es nun endlich in die Hochbauphase geht. Die Erleichterung darüber war allen Gästen der Baugrubenparty - darunter viele Mitarbeiter - deutlich anzumerken. Denn das bestehende Klinikgebäude in der Feldafinger Ortsmitte - ursprünglich als Sanatorium gebaut - ist baulich längst veraltet. Damit Krankenhausbetten aus dem Aufzug in die jeweilige Station „um die Ecke“ geschoben werden konnten, mussten extra „Rangier-Ausbuchtungen“ in die Wände geschlagen werden. Um den Klinikneubau auf dem Areal der früheren Fernmeldeschule zu realisieren, dass von der Bundeswehr bereits freigegeben worden ist und Ende 2012 von der Artemed-Gruppe gekauft wurde, war lange gestritten worden. Vor allem die 50 Ein-bis Drei-Zimmer-Wohnungen für die Mitarbeiter waren bei den Anwohnern der Siemensstraße auf Kritik gestossen. Die Auseinandersetzungen gipfelten schließlich in einem Bürgerbehren, bei dem sich über 83 Prozent der Feldafinger für den Klinikneubau ausgesprochen hatten. Seit Herbst liegt die Baugenehmigung vor. Auf dem 50.000 Quadratmeter großen Areal entsteht nun eine 17.000 Quadratmeter große Klinik mit 200 Betten sowie vier Wohngebäude. In einem Jahr soll der Rohbau stehen - im ersten Halbjahr 2019 soll die Klinik ihren Betrieb aufnehmen können - dann mit der neuen Abteilung „Schmerztherapie“, die bisher im Tutzinger Krankenhaus angesiedelt ist. Damit sich die kreuzförmig angeordneten Klinikgebäude mit vier Innenhöfen gut in die Landschaft einfügen, werden die Fassaden mit Naturstein, Holz und Glas gestaltet. Das Gelände wird ebenfalls stark eingegrünt. In den vergangenen sechs Monaten sind die Altbauten der Bundeswehr inklusive der riesigen Bauplatte abgerissen worden,auf der früher die Panzer gefahren sind. Das Altmaterial ist für den Bau einer neuen Zufahrt von der Staatsstraße 2063 verbaut worden. Laut Architekt und Bauleiter Achim Hoffmann sind 20.000 Kubikmeter Erde bewegt worden, um die Baugrube auszuheben. Diese muss nach den starken Regenfällen der vergangnenen Tage erst einmal trockengelegt werden. Wegen dem lehmigen Baugrund werden Betonteile der abgerissenen Bundeswehrbauten für die Verfestigung des Grundes verbaut. Anfang August werden die ersten Kräne aufgebaut, um das Fundamt zu gießen. aj

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