Geleisteter Beitrag muss bei den Leuten ankommen 

Gutes Jahr für Baubranche: 746 Wohnungen wurden 2019 im Kreis Starnberg genehmigt - IG Bau fordert daher Lohn-Plus

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Trotz "Corona" kann sich die Baubranche über volle Auftragsbücher freuen. Die IG Bau fordert daher, dass Bauleute mit einem "Lohn-Plus" vergütet werden sollen.

Starnberg - Der Bau bleibt krisenfest: Während die Corona-Pandemie ganze Wirtschaftszweige lahmlegt, ist auf den Baustellen im Landkreis weiterhin viel zu tun. Das belegt eine vor Kurzem veröffentlichte Jahresbilanz über genehmigte Baugenehmigungen im Landkreis Starnberg.

Laut dieser wurde im Jahr 2019 der Bau von 746 Wohnungen genehmigt, wie die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) in einem Presseschreiben mitteilt. Die Gewerkschaft beruft sich dabei auf Zahlen des Statistischen Bundesamts und Erfahrungen in der Baustoffindustrie. „Trotz Corona sind die Auftragsbücher voll. Die Firmen arbeiten jetzt die Wohnungsbauprojekte vom Ein- bis zum Mehrfamilienhaus ab“, sagt Michael Müller, Bezirksvorsitzender der IG BAU Oberbayern.

Bauarbeiter leisten in Krise entscheidenden Beitrag

Müller fordert in dem Schreiben, dass der Boom in der Baubranche auch bei den Beschäftigten ankommen muss. „Bauarbeiter sind nicht nur Garanten dafür, dass wir genug Wohnraum haben. Sie leisten in der Krise seit Wochen einen entscheidenden Beitrag dafür, dass die heimische Wirtschaft nicht völlig abstürzt“, so der Bezirksvorsitzender der IG Bau Oberbayern. Der Bau sei eine wichtige Lokomotive für die Konjunktur im Kreis Starnberg. Die IG BAU fordert deshalb in den anstehenden Tarifverhandlungen ein kräftiges Lohn-Plus.

Bauleute machen kein Home-Office

Zudem fordert die Gewerkschaft, dass Fahrzeiten zur Baustelle entschädigt werden: „Heute hier, morgen da – 70, 80, 90 und mehr Kilometer am Tag sind für Bauarbeiter keine Seltenheit, sondern eher die Regel. Das sind Zeit und Nerven, die sie auf der Straße lassen“, so Müller. Bauleute könnten kein Home-Office machen. Viele säßen täglich zwei oder mehr Stunden im Auto, um auf die Baustelle zu kommen.

Für die vielen gefahrenen Baukilometer und die dabei verlorene Lebenszeit müsse es endlich eine Entschädigung geben. Die Wegezeit sei deshalb für die IG BAU ein zentraler Punkt bei der Tarifrunde für die Baubranche, die am Dienstag, 19. Mai beginnt. Wegen der Corona-Krise waren die Verhandlungen zuvor verschoben worden.

Von Kreisbote

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