Schülerzahlen

Die finanzielle Zukunft ist ungewiss

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Die Zukunft des Gilchinger Christoph-Probst-Gymnasiums stand auf der Tagesordnung des Zweckverbands weiterführender Schulen im westlichen Landkreis.

Herrsching – Seit feststeht, dass in der Gemeinde Herrsching ein zweites Gymnasium im westlichen Landkreis genehmigt wurde, sorgen sich die Verantwortlichen um die Zukunft des Christoph-Probst-Gymnasiums in Gilching.

In der letzten Sitzung vor den Kommunalwahlen stand das Thema auch auf der Tagesordnung des Zweckverbands weiterführender Schulen im westlichen Landkreis. Zwecksverbandsvorsitzender Peter Flach wird am 16. März bei den Kommunalwahlen nicht mehr als Bürgermeisterkandidat für Wörthsee antreten, weshalb es für ihn auch die letzte Sitzung des Zweckverbandes. „Dieser Versammlung wird es zwar nicht mehr gelingen, entsprechende Beschlüsse zu fassen“, erklärte Flach. „Dennoch sollten wir die Diskussion um die Zukunft des Gilchinger Gymnasiums anregen. Langfristig werden Schüler durch das geplante Gymnasium in Herrsching insbesondere aus den Gemeinden Herrsching und Andechs und gegebenenfalls auch aus Seefeld, Inning und Wörthsee abgezogen werden“, befürchtet der Verbandsvorsitzende. Als Folge prognostizierte er für den Zweckverband, dass die jährlich laufenden Kosten, insbesondere aber die Schulden in Höhe von derzeit rund 20 Millionen Euro, als „nicht lösbarer Knoten“ für Unmut sorgen werden. Zumal der Landkreis bereits beschlossen hat, die Trägerschaft für das neue Gymnasium zu übernehmen. Flach: „Der Finanzbedarf, der sich aus den Schülerzahlen ergibt, würde sich dann überwiegend auf die Gemeinden Gilching und Weßling fokussieren. Die übrigen Mitgliedsgemeinden müssten dennoch aufgrund der Einwohnerzahlen das Gilchinger Gymnasium weiter mit finanzieren, obwohl die Schülerzahlen stetig geringer werden. Wichtig ist, dass eine Lösung gefunden wird, bei der sich alle 14 Gemeinden im Landkreis gleichberechtigt behandelt werden.“ Jutta Göbber (SPD) mahnte, vorrangig die finanzielle Seite zu regeln und erst dann über die inhaltliche Ausrichtung der neuen Schule zu diskutieren. Für Weßlings Bürgermeister Michael Muther erschließt sich das Votum für ein zweites Gymnasium nicht. „Wenn ich bei der Regierung von Oberbayern nachfrage, heißt es, die Schülerzahlen nehmen ab. Bis das neue Gymnasium im Jahr 2020 oder 2025 fertig ist, sind es noch viel weniger Schüler. Wieso dann ein zweites Gymnasium?“ Schmunzelnd räumte Flach ein: „Es handelt sich hier um eine politische Entscheidung. Und politische Entscheidungen sind oft nicht nachvollziehbar.“ pop

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