Hans-Peter Leitner vom BLLV für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt

Relativ steile Karriere hingelegt

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Hans-Peter Leitner mit einem Erinnerungsbuch, das ihm der BLLV als Andenken überreichte.

Gilching – Hans-Peter Leitner aus Gilching war zeitlebens Lehrer aus Leidenschaft. Er hat sich zudem 33 Jahre lang als Personalrat für die Verbesserung der Arbeitsbedingen für Lehrer und Lehrerinnen eingesetzt. Am Montag wurde er im Kloster Andechs für 50 Jahre Mitgliedschaft beim Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) geehrt.

Hans-Peter Leitner, jüngster Spross der bekannten Lehrerdynastie aus Weßling, genießt seit einigen Jahren den Ruhestand. „Ich wusste schon seit meinem Engagement bei der Weßlinger Kirchenjugend, dass ich Volksschullehrer werden will“, erzählt der heute 71-Jährige. Im Rückblick kann er auf eine relativ steile Karriere blicken. Mit 22 war er im Landkreis Neu-Ulm jüngster Lehrer Bayerns, mit 26 Jahren jüngster Chefredakteur einer oberbayerischen Schulzeitung und mit 32 Jahren jüngster Personalratsvorsitzender im Bezirk Oberbayern. „Ich habe während meiner aktiven Zeit über 3000 Schulleiter mit ausgewählt und ich bin ihnen auch immer beratend zur Seite gestanden“, erinnert sich Leitner.

Ehrenamtlich als Stadtführer in München tätig

Eine seiner Praktikantinnen war unter anderem Karin Zauchner, die jetzt Rektorin an der James-Krüss-Grundschule in Gilching ist. „Ich kann mit Fug und Recht sagen, wir waren ein Herz und eine Seele. Ich war aber auch bei der Auswahl von Gabriele Kirsch als Rektorin der Arnoldus-Grundschule und Gisela Barta für die Mittelschule in Gilching maßgeblich beteiligt.“ Er selbst war unter anderem zehn Jahre lang Lehrer an der Hauptschule in Gilching, wie es damals noch hieß, in Starnberg war er für sieben Jahre Rektor der dortigen Grundschule. 

Im Rahmen der Adventsfeier des BLLV im Fürstensaal von Kloster Andechs wurde er für 50 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet. Er habe ihn über Jahre maßgeblich mitgeprägt, hieß es in der Ansprache. Unter anderem sei er aktiv daran beteiligt gewesen, dass ein Generationswechsel vollzogen wurde. Dies freut Leitner am meisten. „Mit der 46-jährigen Simone Fleischmann als Präsidentin ist erstmals seit Gründung des Verbandes vor 150 Jahren eine Frau an der Spitze“, betonte er. Heute genießt Leitner den Ruhestand als aktiver Opa von vier Enkelkindern und als Münchner Stadtführer, „was ich nur noch ehrenamtlich mache“. Ach ja, falls eine Gruppe Lust zu einem geschichtlichen Stadtbummel in München hat, Leitner kann man auch buchen. Schwerpunkte sind das königliche München und München unter Hitler.

Von Polly Polster

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