Ein Haus für alle

Bis auf den Bolzplatz, die Grünanlage und das Werkstatthäuschen ist alles rechtzeitig fertig geworden. Das neue Kinderhaus St. Johannes in Breitbrunn ist am Sonntag mit einer großen Einweihungsfeier seiner Bestimmung übergeben worden. Bürgermeister Christian Schiller und Landrat Karl Roth lobten den futuristischen Bau, dessen ausgefallene Architektur für reichlich Diskussionsstoff am Ort gesorgt hatte. Die Leiterin des Kinderhauses, Anneliese Lechner, freute sich über das „moderne, gemütliche Haus für alle Breitbrunner“. Der Neubau hat insgesamt 1,8 Millionen Euro gekostet, die Regierung leistete einen Zuschuss von 295.000 und die Erzdiözese noch einmal 50.000 Euro.

Das schöne Herbstwetter und die milden Temperaturen lockte zahlreiche Breitbrunner am Sonntagvormittag zu dem Neubau, der von dem Greifenberger Architekten Benedikt Sunder-Plassmann entworfen wurde. Bürgermeister Christian Schiller erinnerte die Gäste – unter ihnen Landrat Karl Roth, der Elternbeirat mit der Vorsitzenden Stephanie Edrich, fast der komplette Gemeinderat sowie seine beiden Stellvertreter Hans-Jürgen Böckelmann und Werner Odemer – an den beengten alten Kindergarten. Der erste Antrag der Katholischen Pfarrstiftung auf Erweiterung des bestehenden Gebäudes wurde im Dezember 2006 gestellt. Schließlich sei es der Gemeinderat Willi Welte gewesen, der die Überlegung angestoßen habe, statt für eine „Flickschusterei“ gleich das Geld in einen Neubau zu investieren. Mit der Auftragsvergabe an den Architekten Benedikt Sunder-Plassmann hätten die ehemalige Bürgermeisterin Christine Hollacher sowie der damalige Gemeinderat die „absolut richtige“ Wahl getroffen, betonte Schiller. Er erinnerte aber auch an die kontrovers geführten Debatten am Ort, denn nicht allen Breitbrunnern hätte der vom Kindergarten-Team und Gemeinderat favorisierte Entwurf gefallen. „Über Geschmack lässt sich streiten, die Praktikabilität gibt der Architektur aber recht“, so das Gemeindeoberhaupt. Mit der Pultdach-Konstruktion und dem turmartigen Hauptgebäude wird das Haus für Kinder bisweilen auch als „Talstation Breitbrunn“ bezeichnet. Rund 80 Kinder im Alter von einem bis zehn Jahren werden dort von Anneliese Lechner und ihrem 13-köpfigen Team in Zukunft betreut. Von einem Wickelraum bis zum Computer ist in dem Haus zu finden, für viel Licht und Wärme sorgen die großflächigen Fensterfronten, die bei schönem Wetter zum Garten hin geöffnet werden können. „Ich habe mich gleich richtig wohl gefühlt“, verriet die Leiterin den Gästen, die vor drei Jahren nicht einmal im Traum an ein derartiges Gebäude gedacht habe. Führungen durch das neue Kinderhaus und zahlreiche Aktionen von Kindern für Kinder rundeten das Eröffnungsprogramm ab.

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