Gemeinde Seefeld auf soliden Füßen

Gemeinde praktisch schuldenfrei

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Wolfram Gum präsentiert seine liebste Folie: Der Schuldenstand ging innerhalb der vergangenen zehn Jahre auf gleich Null zurück.

Seefeld – „Das ist meine liebste Folie“, erklärte Seefelds Bürgermeister Wolfram Gum. Es ist ein Ausschnitt aus der Power-Point-Präsentation, die er anlässlich der Bürgerversammlung erstellte. Die Lieblingsseite zeigt die Abwärts-Entwicklung des Schuldenstands seit etlichen Jahren.

„Wir haben zwar nicht viel, dafür aber tolles Gewerbe“, betonte der Rathauschef.

„Die Gemeinde Seefeld war wieder sehr fleißig, viele Projekte wurden vorangetrieben, viele Gemeinderatssitzungen in guter, kooperativer Stimmung abgehalten und viele Beschlüsse einstimmig gefasst“, erklärte Bürgermeister Wolfram Gum. Finanziell stehe die Kommune dank eines hervorragenden Gewerbes gut da. Nach Abzug der Kreis- und Gewerbesteuerumlage von insgesamt acht Millionen Euro bleibe immer noch ein Überschuss von 6,7 Millionen Euro. Plus der 2,2 Millionen Euro Einnahmen im Verwaltungsbereich blieben rund 8,9 Millionen, um den Haushalt zu stemmen. „Im zehnten Jahr sind wir praktisch schuldenfrei“, sagte Gum. In die nahe Zukunft gesehen steht der Rathaus-Neubau auf der Wiese hinter der Klinik Seefeld im Fokus. „Der Ideen-Wettbewerb ist bereits gestartet. Aufgrund der Nachfragen rechnen wir mit rund 50 Einsendungen“, so Gum. Vorgaben für den Wettbewerb wurden vom Gemeinderat in Zusammenarbeit mit Architekten erarbeitet. Bei der Auswertung der Einsendungen werden Fach- und Sachpreisrichter ihre Wertung abgeben. Die Kosten für den Rathaus-Neubau liegen bei rund 5,7 Millionen Euro plus 1,5 Millionen Euro, falls sich der Gemeinderat für den Bau einer Tiefgarage ausspricht. Fest steht mittlerweile auch schon, was anstelle des alten Rathauses kommt. „Hier wird ein moderner Tengelmann-Markt in angemessener Größe entstehen“, erklärt Gum. Geht alles nach Plan, hofft der Rathauschef bereits in drei Jahren, dass das neue Rathaus bezugsfertig sein wird.

Weitere Projekte für die kommenden Jahre ist der Ausbau besserer Geh- und Radwege entlang der Staatsstraße. Innerhalb der Ortschaft wurde auf Höhe des Einrichtungshauses Kokon auf Antrag des Seniorenbeirats der Gehweg verbreitet und die Staatsstraße 2070 etwas zurück gebaut. Gum: „Die Fußgänger können nun die Straße sicherer überqueren und haben auch genug Platz, am Gebäude entlang zu gehen. Außerdem wird durch die Verschmälerung der Straße der starke Verkehr in der Geschwindigkeit etwas abgebremst." pop

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