Enorm schnelle Bauzeit

Hechendorfer Feuerwehr feierte Richtfest

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Das neue Feuerwehrhaus wächst und gedeiht: Am Richtfest dabei sind unter anderem v.li.: Peter Bauch, Matthias Riederer (Vorsitzender vom Kommunalunternehmen SeeKU), Bürgermeister Wolfram Gum, Florian Kuchler, Gerd Schnitzler (Vorstandsmitglied SeeKU), Planer Florian Gebauer und Kommandant Benjamin Grütze.

Hechendorf – Richtfest in Hechendorf: Der Rohbau des neuen Feuerwehrhauses steht. Für die Planung ist Florian Gebauer verantwortlich – und der Ausbilder bei der Kreisbrandinspektion weiß genau, welche Voraussetzungen ein modernes Feuerwehrhaus erfüllen muss. Der Pressesprecher der Feuerwehr Steinebach-Auing kennt alle Laufwege, die ein Retter im Einsatzfall gehen muss; er kennt die notwendigen Sicherheitsabstände zwischen Wand und Fahrzeug oder den Raumbedarf für die administrativen Aufgaben.

"Wir liegen deutlich unter dem Budget und sind stolz auf die enorm schnelle Bauzeit", betont Gebauer. Dabei waren beim Spatenstich im Sommer noch Bedenken bezüglich explodierender Kosten in Zeiten des Baubooms laut geworden. Das hätte auch die Fertigstellung verzögern können. Stattdessen ist Gebauer ganz sicher: "Die Weihnachtsfeier 2019 findet hier statt." Die Fortschritte freuen am Donnerstag auch Bürgermeister Wolfram Gum – und natürlich Kommandant Benjamin Grütze. Der 28-Jährige verfolgt mit den rund 50 Gästen die Reden und den Richtspruch in der Halle, aus der die Kameraden in Zukunft mit Fahrzeugen und Löschmaterial ausrücken werden. Ein erfreulicher Ausblick für die Freiwilligen, denn momentan müssen sie Fahrzeuge und Anhänger von drei verschiedenen Standorten holen. Auf das erste Projekt des Kommunalunternehmens SeeKU warten sie seit bald 20 Jahren. Denn das 1985 gebaute Feuerwehrhaus im Dorf entspricht längst nicht mehr dem Standard und ist viel zu klein. 2001 sei es im Prüfbericht der Staatlichen Feuerwehrschule gar als gefährlich eingestuft worden, erzählt der Kommandant. Neben dem Aufenthaltsraum und der Küche, der Atemschutzwerkstatt und dem großzügig bemessenen Keller bekommen die 60 Aktiven Am Oberfeld auch einen Schulungsraum. Das Ganze wird barrierefrei mit Lift gebaut und mit modernster Technik wie Bildschirme und Funk ausgestattet. Vorgesehen seien auch Alarmierungs-Apps, die die Koordination beim Ausrücken erleichterten, so Gebauer. Ein Feuerwehrhaus wie aus der Zukunft – und die dafür veranschlagten 2,6 Mio. Euro würden nicht ausgeschöpft, ist sich Gebauer sicher. Die schnelle Bauzeit erklärt er damit, dass sein Wörthseer FG-Planungsbüro nichts fremd vergeben muss: Von der Lüftung über den Brandschutz und bis zur Statik sei bei ihm alles in einer Hand. Der Vorsitzende der SeeKU Matthias Riederer betont noch die "Regionalität" der vergebenen Gewerke: 20 Prozent seien an Starnberger gegangen, zwei Drittel gingen an Firmen in Seefeld und Hechendorf. Dazu gehört auch Bauunternehmer Dosch, der zukünftige Nachbar der Kameraden. Löst sich das Kommunalunternehmen nach Bauende auf? Auf gar keinen Fall, betont Riederer. "Wir haben schon Anfragen." Mehr verrät er nicht.

Von Michele Kirner

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