Wohnen und Bürokratie

IHK und heimische Unternehmen haben Forderungen und Wünsche an die Politik

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Martin Eickelschulte, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses.

Starnberg – Ein „gutes Miteinander“ mit den politischen Entscheidungsträgern habe man im „wirtschaftsstarken Landkreis Starnberg“, betonte Martin Eickelschulte, der Vorsitzende des IHK-Regionalausschusses. Dennoch gebe es es noch Einiges zu tun, um den Standort für die heimischen Unternehmen zu verbessern.

Im Vorfeld der Kommunalwahl am 15. März machte Martin Eickelschulte jüngst bei einem Pressegespräch deutlich, wo der Schuh seiner 10.342 in der IHK organisierten Unternehmen und Betriebe im Fünfseenland drückt. So wünschen sich die Geschäftsführerinnen und -führer zur Sicherung ihrer Fachkräfte am Standort einen flächendeckenden Ausbau flexibler Betreuungsstrukturen, sowohl für Kinder bis zu zwölf Jahren als auch für pflegebedürftiger Angehörige. Auch die „unterdurchschnittliche Beschäftigungsquote bei Frauen“ – immerhin liegt sie bei 55,2 Prozent im Landkreis (Männer: 58,7) – beschäftigt den IHK-Vorsitzenden. Das Gütesiegel Mittelstandsfreundliche Kommunalverwaltung nach dem Vorbild des Landkreises Ebersberg wünscht sich Eickelschulte ebenso wie – ganz praktisch – eine deutliche Verkürzung der teilweise „langen Genehmigungszeiten“ bei den Behörden, wenn Unternehmen umbauen oder ihren Betrieb erweitern wollen.

Brauchen mehr bezahlbaren Wohnraum

„Ein echt großes Thema ist eine Wohnung für die Krankenschwester und den Altenpfleger“, kommt der IHK-Regionalchef auf ein weiteres Kernanliegen an die Politik: „Mit Unterstützung durch den Verband Wohnen ist in den vergangenen Jahren schon viel passiert, aber wir brauchen viel mehr bezahlbaren Wohnraum.“ Wünschenswert wäre, so Eickelschulte weiter, wenn die Kommunen und die Stadt Starnberg eigene Grundstücke mit ungenutzten Bestandsbauten für den Geschoßbau nutzen würden, um so neuen Wohnraum zu schaffen. Beim Ausbau des ÖPNV, insbesondere die Bus-Verbindungen, geht vor allem an die Adresse von Kreisverkehrsmanagerin Susanne Münster „ein ganz großes Lob von unserer Seite“. Die Unternehmen setzen auf einen weiteren Ausbau des Bus-Netzes, vor allem eine bessere Anbindung der Gewerbegebiete. Vorsichtig äußert sich Eickelschulte zum geplanten Gewerbegebiet Schorn. Man sei für eine Entwicklung, müsse sich aber überlegen, was das für den Landkreis und die gesamte Region bedeute.

Von Oliver Puls

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