Heiner Kelbel neuer Klinikchef – Dr. Thomas Weiler ist Geschäftsführer der gegründeten Holding

"Eine Idealbesetzung"

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Mit dem neuen Logo der Starnberger Kliniken. V.li.: Claus Rauschmeier (Klinik-Geschäftsführer Penzberg), Landrat Karl Roth, Dr. Thomas Weiler und der neue Starnberger Klinikchef Heiner Kelbel.

Starnberg – Es ist schon seit dem 1. Januar 2018 offiziell: Die neu gegründete Holding „Starnberger Kliniken“ vereint die drei Unternehmenstöchter Klinikum Starnberg, Klinikum Penzberg und die Stamed GmbH nun unter einem Dach. Im Laufe des Jahres folgt auch das Klinikum Seefeld. Die neue Struktur verlangt eine personelle Veränderung. Dr. Thomas Weiler wird Geschäftsführer der Holding und Heiner Kelbel ist neuer Geschäftsführer des Klinikums Starnberg.

Ende Dezember wurde die Holding auch beim Notartermin auf saubere Füße gestellt. „Es war uns wichtig, dass Dr. Thomas Weiler uns erhalten bleibt und er auch die Holding leiten soll“, erklärte Landrat Karl Roth. Bevor eine weitere Klinik dazukommt, war es ein logischer Schritt. „Wir machen das, was vor der Übernahme von Penzberg hätte passieren sollen“, so Roth weiter. 

Nachfolger ist Heiner Kelbel

Der 1963 geborene Kelbel stammt aus dem niedersächsischen Emsbüren. Nach dem Abitur absolvierte er zunächst eine Ausbildung zum Krankenpfleger und im Anschluss ein Wirtschaftsstudium an der FH Osnabrück. Von 2006 bis September 2017 leitete der verheiratete Vater eine Sohnes als Geschäftsführer die Geschicke der Kreisklinik Mühldorf und Haag. Unter seiner Ägide gelang dem Klinikverbund die positive wirtschaftliche Entwicklung weg vom Defizit in Höhe von fünf Millionen Euro hin zur schwarzen Null, „die dann auch weites gehend stabil gehalten werden konnte“, sagte Kelbel. An seiner neuen Wirkungsstätte stehen diesem Jahr der Neubau der Intensivstation, des Parkdecks samt Verwaltungsgebäude sowie die Erweiterung der Kinderklinik an.

Natürlich steht auch die Weiterentwicklung der Holding sowie der erfolgreiche Weg des Klinikums auf der Agenda. Dr. Weiler und Kelbel setzen dabei auf ein konstruktives Miteinander. „Es geht nur in Zusammenarbeit, da Entscheidungen, die Starnberg betreffen, ja auch Auswirkungen auf die Holding haben und umgekehrt“, so Weiler. Es gab allerdings zwei Voraussetzung für Kelbel, damit er nach Starnberg wechselt. Weiler solle im Unternehmen bleiben und die sachorientierte Politik im Aufsichtsrat war ihm wichtig. „Somit gerät niemand in eine politische Schere.“ Roth ist mehr als zufrieden: „Für uns ist das eine Idealbesetzung.“

Neue Dachmarke 

Mehr als 22000 Patienten verbuchte das Krankenhaus im Jahr 2017, mehr als 3000 Kinder kamen im Landkreis zur Welt. „Beide Zahlen stellen neue Spitzenwerte dar“, blickte der Landrat zurück. In Wolfratshausen laufen zur Zeit noch Verhandlungen über eine Geburtenstation unter Starnberger Leitung. Aufgrund organisatorischer und wirtschaftlicher Gründe wurde die Entscheidung getroffen, zentrale Dienstleistungsabteilungen wie Geschäftsführung, Personalservice, Finanzen und das Controlling sowie die Unternehmenskommunikation auf die Holding zu überführen. Alleingesellschafter ist der Landkreis Starnberg. Ebenfalls zusammengeführt unter der Dachmarke „Starnberger Kliniken“ sind die Residence, die Krankenpflegeschule und die Gesundheitsakademie. Die Chirurgische Klinik Seefeld wird im Verlauf des Jahres in diese neue Struktur eingegliedert. Um die 100 der 1000 Mitarbeiter wechselten aus der alten Gesellschaft in die neue. Das sind aber Verwaltungsangestellte aus den Bereichen Finanzen und Controlling, Technik oder Personal, die für alle drei Standorte arbeiten werden. „Ängste waren da, die wir aber in der Personalversammlung entkräften konnten“, sagte Roth.

Die medizinischen und pflegerischen Abteilungen der Klinken bleiben wo sie sind. Für die bisherigen Mitarbeiter ändere sich laut Weiler praktisch nichts bis auf die Stelle, die das Gehalt in Zukunft überweisen wird. Es besteht aber der Wunsch, dass künftige Angestellte an mehreren Standorten arbeiten sollen. Das spart Kosten, denn so braucht die Holding weniger Einstellungen als drei eigenständige Gesellschaften. Aber eines ist sicher: Ein Stellenabbau ist nicht geplant.

Neues Logo 

Mit der Gründung der Holding wurde auch das Logo verändert. Die ursprünglichen Dreiecke des Klinikums, die im alten Logo aufeinander standen, vereinen sich nun und bilden eine Einheit. Das neue, kleine Dreieck steht für den Wachstum und die Dynamik, deren Wirkung durch die Anordnung verstärkt wird. Sie stehen nun hintereinander und zeigen Entwicklung.

Von Alma Jazbec

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